Foto: iStock/Fug4s
Klasse:
Vögel
Ordnung:
Sperlingsvögel
Familie:
Krähenvögel
Aussehen
Größe:
36–39 cm
Gewicht:
180–250 g
Alter:
Bis zu 20 Jahre
Nahrung
Die Alpendohle ist ein Allesfresser, der sich an Insekten, Samen, Beeren und gelegentlich an Aas oder Essensresten von Touristen bedient. Im Winter nutzt sie ihre Intelligenz, um versteckte Nahrungsquellen zu finden.
Verbreitung
Ihr Verbreitungsgebiet umfasst die Alpen, Pyrenäen, Karpaten und den Kaukasus. In Deutschland ist sie vor allem in den bayerischen Alpen zu beobachten.
Alpendohle Flugbild
Heimsich oder Invasiv
Die Art ist in den Hochgebirgen Europas heimisch und ganzjährig dort anzutreffen.
Lebensweise
Alpendohlen sind gesellige Wildtiere, die sich meist in kleinen Schwärmen aufhalten. Sie sind anpassungsfähig und gewöhnen sich leicht an den Menschen.
Lebensraum
Typisch für die Alpendohle ist ihr Vorkommen in hochalpinen Regionen, an Felswänden und Skigebieten. Im Winter sucht sie oft niedrigere Lagen auf, wo sie leichter Nahrung findet.
Feinde der AlpendohleÂ
Zu ihren natürlichen Feinden zählen Greifvögel wie der Habicht oder der Steinadler, aber auch Marder und der Rotfuchs. Der Mensch beeinflusst den Bestand durch Tourismus und Klimawandel.
Interessante Fakten
- Die Alpendohle kann in Höhen von über 4000 Metern leben – höher als viele andere Vogelarten.
- Sie ist eine der wenigen Vogelarten, die selbst im Winter in Hochgebirgen bleiben.
- Ihr gelber Schnabel und die roten Beine sind unverwechselbare Merkmale.
- Alpendohlen sind für ihre Flugakrobatik bekannt – sie nutzen Thermik und Aufwinde meisterhaft.
- Sie leben in dauerhaften Paarbeziehungen und brĂĽten meist in denselben Felsnischen.
- Der Ruf der Alpendohle ist ein helles, pfeifendes „Tschrrip“, das weithin hörbar ist.
- Sie sind außergewöhnlich zutraulich gegenüber Menschen, besonders an Berghütten.
- Alpendohlen können sich Futterstellen merken und gezielt wieder aufsuchen.
- Sie unterstĂĽtzen die Verbreitung von Pflanzensamen durch das Fressen und Ausscheiden von Beeren.
- In der Bergkultur gilt die Alpendohle als Symbol fĂĽr Freiheit und Wildnis.
Häufig gestellte Fragen
Wo lebt die Alpendohle in Deutschland?
Die Alpendohle lebt vor allem in den bayerischen Alpen, besonders rund um Berchtesgaden, Garmisch-Partenkirchen und das Zugspitzgebiet.
Was frisst die Alpendohle am liebsten?
Sie frisst Insekten, Beeren, Samen und im Sommer auch Abfälle an Berghütten oder Aussichtspunkten.
Ist die Alpendohle ein Zugvogel?
Nein, sie ist Standvogel und bleibt ganzjährig im Gebirge, weicht im Winter aber manchmal in tiefere Lagen aus.
Wie erkennt man eine Alpendohle?
An ihrem schwarzen Gefieder, dem gelben Schnabel und den roten Beinen ist sie leicht zu erkennen.
Wie alt wird eine Alpendohle?
In freier Natur erreicht sie ein Alter von etwa 15 bis 20 Jahren.
Sind Alpendohlen geschĂĽtzt?
Ja, sie stehen unter besonderem Schutz nach der europäischen Vogelschutzrichtlinie.
Wo baut die Alpendohle ihr Nest?
In Felsspalten, Höhlen oder an Gebäuden in höheren Lagen – oft in der Nähe von Skistationen oder Berghütten.
Wie viele Eier legt die Alpendohle?
Das Weibchen legt zwischen drei und fĂĽnf Eier, die rund drei Wochen bebrĂĽtet werden.
Warum folgt die Alpendohle Menschen?
Sie hat gelernt, dass Menschen oft Essensreste hinterlassen, und nutzt diese Nahrungsquelle opportunistisch.
Gibt es die Alpendohle auch auĂźerhalb Europas?
Ja, kleinere Populationen leben auch in Teilen Asiens, insbesondere im Himalaya-Gebirge.
Interessante und spannende Artikel
GartengrasmĂĽcke
Die Gartengrasmücke (Sylvia borin) ist ein unscheinbarer, aber stimmgewaltiger Singvogel, der in ganz Europa verbreitet ist. Sie lebt in Sträuchern, Gärten und lichten Wäldern und fällt besonders durch ihren melodiösen Gesang und ihre versteckte Lebensweise auf.
Dunkelwasserläufer
Der Dunkelwasserläufer (Tringa erythropus) ist ein schlanker, rotbeiniger Watvogel, der in den Mooren und Feuchtgebieten Nordeuropas brütet. In Mitteleuropa erscheint er vor allem als Durchzügler und nutzt Flachwasserbereiche und Küstenzonen als Rastplätze auf seinem langen Zug.
Gartenbaumläufer
Der Gartenbaumläufer (Certhia brachydactyla) ist ein kleiner, unauffälliger Waldvogel, der geschickt Baumstämme hinaufklettert und in Rindenritzen nach Insekten sucht. Er kommt in Deutschland häufig vor und ist besonders in alten Laubwäldern, Parks und Gärten zu beobachten.
Dreizehenspecht
Der Dreizehenspecht (Picoides tridactylus) ist ein seltener Specht Europas, der in alten Nadelwäldern lebt und mit seinem dreizehigen Fuß und dem kräftigen Schnabel perfekt an das Leben in Totholz angepasst ist. In Deutschland kommt er nur lokal vor, etwa in den Alpen und im Bayerischen Wald.
Gänsesäger
Der Gänsesäger (Mergus merganser) ist ein großer, spezialiserter Fischjäger, der in Seen und Flüssen Europas vorkommt. Mit seinem gezähnten Schnabel und seinem gedrungenen Körper ist er perfekt an das Tauchen angepasst und gilt als einer der elegantesten Wasservögel unserer Breiten.
Flussuferläufer
Der Flussuferläufer (Actitis hypoleucos) ist ein kleiner, wendiger Watvogel, der bevorzugt an Fluss- und Seeufern lebt. Sein charakteristisches Wippen, der helle Brustbereich und der schnelle Lauf machen ihn unverwechselbar. Als Zugvogel ist er in Deutschland Brutvogel und regelmäßiger Durchzügler.
Eistaucher
Der Eistaucher (Gavia immer) ist einer der beeindruckendsten Wasservögel der Nordhalbkugel. Mit seinen tiefen Rufen, seinen perfekten Tauchfähigkeiten und seinem kontrastreichen Gefieder zieht er jeden Winter auch nach Mitteleuropa. In Deutschland gilt er als regelmäßiger Wintergast, besonders an großen Seen und den Küstengewässern.
Fichtenkreuzschnabel
Der Fichtenkreuzschnabel (Loxia curvirostra) ist ein auffälliger Finkenvogel, der mit seinem überkreuzten Schnabel perfekt für das Öffnen von Fichten- und Kiefernzapfen ausgestattet ist. Er lebt nomadisch in Nadelwäldern und brütet oft mitten im Winter, wenn die Samen reichlich verfügbar sind.
Brautente
Die Brautente (Aix sponsa) stammt ursprünglich aus Nordamerika, hat sich jedoch in vielen Teilen Europas etabliert. Mit ihrem farbenfrohen Gefieder und ihrer einzigartigen Fähigkeit, Baumhöhlen als Nistplätze zu nutzen, zählt sie zu den auffälligsten Entenvögeln, die man an ruhigen Gewässern beobachten kann.
Flussregenpfeifer
Der Flussregenpfeifer (Charadrius dubius) ist ein kleiner Watvogel, der Fluss- und Seenlandschaften mit Kies- und Sandflächen bevorzugt. Durch seinen gelben Augenring, das markante Kopfband und seine schnelle Laufweise ist er unverwechselbar. In Deutschland ist er ein typischer Brutvogel an offenen, störungsarmen Ufern.










