Foto Braunkehlchen Männchen: iStock/nieudacza
Klasse:
Vögel
Ordnung:
Sperlingsvögel
Familie:
Fliegenschnäpper (Muscicapidae)
Aussehen
Größe:
12–14 cm
Gewicht:
15–20 g
Alter:
Bis zu 6 Jahre
Nahrung
Das Braunkehlchen frisst vor allem Insekten, Spinnen und kleine Würmer. Im Herbst ergänzt es seine Nahrung mit Beeren.
Verbreitung
Es brütet in ganz Europa bis nach Westasien und überwintert im südlichen Afrika.
Braunkehlchen Flugbild
Heimsich oder Invasiv
In Deutschland ist es ein heimischer, aber stark rückläufiger Brutvogel.
Lebensweise
Das Braunkehlchen ist ein Zugvogel und fliegt jedes Jahr über 5.000 km in seine Überwinterungsgebiete.
Lebensraum
Typische Lebensräume sind Wiesen, Feuchtwiesen, Brachen und offene Landschaften mit Sitzwarten.
Feinde
Zu den Feinden gehören Greifvögel, Marder, Katzen und Krähen.
Interessante Fakten
- Das Braunkehlchen hat einen markanten weißen Überaugenstreif.
- Es ist einer der am stärksten gefährdeten Wiesenbrüter Deutschlands.
- Es überwintert bis zu 6.000 km entfernt in Ost- und Südafrika.
- Für den Zug braucht es nur wenige Gramm Fettreserven.
- Männchen singen von erhöhten Sitzwarten wie Zaunpfählen.
- Die Küken sind schon kurz nach dem Schlüpfen Nestflüchter.
- Das Braunkehlchen profitiert von extensiver Landwirtschaft.
- Früher war es in Deutschland häufig, heute vielerorts verschwunden.
- Es nutzt gern Disteln und Pfähle als Ausguck.
- Sein Ruf klingt wie ein scharfes „tek-tek“, ähnlich wie ein Stein, der aneinander schlägt.
Häufig gestellte Fragen
Ist das Braunkehlchen gefährdet?
Ja, in Deutschland gilt es als stark gefährdet.
Wo brütet das Braunkehlchen?
In Wiesen, Feuchtgebieten und Brachen, meist am Boden.
Warum wird das Braunkehlchen seltener?
Durch Intensivlandwirtschaft, Mahd und Verlust von Insekten.
Wann kommt das Braunkehlchen aus Afrika zurück?
Meist im April.
Wovon ernährt es sich?
Von Insekten, Spinnen und Würmern.
Wie erkennt man es?
Am weißen Überaugenstreif und der rostfarbenen Brust.
Wie viele Eier legt es?
Meist 5–7 Eier.
Wie alt wird es?
Bis zu 6 Jahre.
Ist das Braunkehlchen ein Zugvogel?
Ja, ein Langstreckenzieher bis nach Afrika.
Kann man Braunkehlchen im Garten sehen?
Nur in sehr offenen, extensiven Flächen, selten in Siedlungen.
Interessante und spannende Artikel
Brautente
Die Brautente (Aix sponsa) stammt ursprünglich aus Nordamerika, hat sich jedoch in vielen Teilen Europas etabliert. Mit ihrem farbenfrohen Gefieder und ihrer einzigartigen Fähigkeit, Baumhöhlen als Nistplätze zu nutzen, zählt sie zu den auffälligsten Entenvögeln, die man an ruhigen Gewässern beobachten kann.
Flussregenpfeifer
Der Flussregenpfeifer (Charadrius dubius) ist ein kleiner Watvogel, der Fluss- und Seenlandschaften mit Kies- und Sandflächen bevorzugt. Durch seinen gelben Augenring, das markante Kopfband und seine schnelle Laufweise ist er unverwechselbar. In Deutschland ist er ein typischer Brutvogel an offenen, störungsarmen Ufern.
Eiderente
Die Eiderente (Somateria mollissima) ist die größte europäische Ente und lebt fast ausschließlich an Küsten und auf dem Meer. Mit ihrem schwarz-weißen Gefieder, ihrer beeindruckenden Tauchfähigkeit und den wertvollen Eiderdaunen prägt sie die Nordseeküsten und arktischen Meereslandschaften.
Goldregenpfeifer
Der Goldregenpfeifer (Pluvialis apricaria) ist ein faszinierender Zugvogel, der in den Tundren und Mooren Nordeuropas brütet. In Deutschland erscheint er vor allem als Durchzügler und Wintergast und begeistert Vogelbeobachter mit seinem goldgefleckten Gefieder und seinem melodischen Ruf.
Erlenzeisig
Der Erlenzeisig (Spinus spinus) ist ein kleiner, lebhafter Finkenvogel, der Erlen- und Birkenwälder in ganz Europa bewohnt. Mit seinen gelb-grünen Akzenten und seinem trillernden Gesang gehört er zu den auffälligsten Wintergästen Deutschlands. Er ist ein geselliger Teilzieher, der sich vor allem von Erlen- und Birkensamen ernährt.
Brandgans
Die Brandgans ist ein faszinierender Vogel der europäischen Küstenlandschaften. Mit ihrem auffälligen Federkleid und dem roten Schnabel ist sie leicht zu erkennen. In Deutschland brütet sie vor allem an der Nord- und Ostsee und gilt als Symbol für den Schutz der Küstenökosysteme.
Brachvogel
Der Große Brachvogel ist mit seinem langen Schnabel und seinem melancholischen Ruf ein Wahrzeichen der europäischen Feuchtgebiete. In Deutschland brütet er vor allem im Norden, doch der Bestand sinkt durch Lebensraumverlust. Seine Rückkehr im Frühjahr bleibt dennoch ein faszinierendes Naturschauspiel.
Blaukehlchen
Das Blaukehlchen ist einer der auffälligsten Singvögel Europas. Mit seiner blauen Kehle und seinem lebhaften Gesang gehört es zu den heimlichen Stars der Feuchtgebiete. In Deutschland brütet es vor allem im Norden und Osten – dort, wo Schilf, Wasser und Gebüsch eine harmonische Einheit bilden.
Baumpieper
Der Baumpieper ist ein charakteristischer Bewohner offener Landschaften und Waldränder. Mit seinem trillernden Singflug kündigt er im Frühjahr seine Rückkehr aus Afrika an. In Deutschland ist er weit verbreitet, doch Lebensraumverlust macht auch ihm zunehmend zu schaffen.
Blässhuhn
Das Blässhuhn ist einer der bekanntesten Wasservögel Europas. Mit seiner markanten weißen Stirnplatte und seinem schwarzen Gefieder ist es leicht zu erkennen. Ob auf Seen, Teichen oder in Stadtparks – der flinke Schwimmer fühlt sich überall dort wohl, wo Wasser und Pflanzenreichtum zusammentreffen.










