Das Stieglitz Weibchen besitzt zwar grundsätzlich die gleichen Gefiederfarben wie das Männchen, jedoch sind sie weniger intensiv ausgeprägt. Die rote Gesichtsmaske ist meist kleiner und reicht oft nicht über das Auge hinaus. Auch das Schwarz und Weiß im Gesicht ist beim Weibchen weniger kontrastreich. Besonders bei genauer Beobachtung oder auf Fotos wird dieser Unterschied sichtbar. Dennoch bleibt das Weibchen durch die gelben Flügelbinden gut erkennbar.
Stieglitz Gesang
Verhalten des Stieglitz Weibchens während der Brutzeit
In der Brutzeit übernimmt das Stieglitz Weibchen eine zentrale Rolle. Es ist für den Nestbau verantwortlich und verbringt die meiste Zeit mit dem Auspolstern des Nests mit Pflanzenwolle, Flaumfedern oder Tierhaaren. Während der Brut bleibt es eng am Nest, während das Männchen für Nahrung sorgt. Diese Arbeitsteilung ermöglicht eine ruhige und geschützte Aufzucht der Jungvögel, vor allem in Hecken, Gärten oder an Waldrändern.
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Lebensraum und Nahrung des Stieglitz Weibchens
Das Stieglitz Weibchen bevorzugt, wie auch das Männchen, strukturreiche Landschaften mit einem Mix aus offenen Flächen, Stauden und einzelnen Bäumen. Besonders wichtig sind Samenpflanzen wie Disteln, Karden oder Löwenzahn, da sie eine Hauptnahrungsquelle darstellen. Auch in naturnahen Gärten oder auf Blühwiesen ist das Weibchen aktiv und trägt so zur Verbreitung der Art bei. In der kalten Jahreszeit kann man Stieglitze, darunter auch Weibchen, an Futterstellen für Vögel beobachten.
So lässt sich das Stieglitz Weibchen sicher erkennen
Wer das Stieglitz Weibchen von seinem Partner unterscheiden möchte, achtet am besten auf die intensität der Farben im Gesicht. Auch das Verhalten kann Hinweise geben: Weibchen wirken oft vorsichtiger und halten sich eher am Rand der Gruppe auf. Mit etwas Übung lassen sich diese feinen Unterschiede gut einordnen, vor allem bei gemeinsamer Beobachtung mehrerer Vögel an einem Ort.

