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Passendes Futter für die Amsel

Die Amsel sucht einen großen Teil der natürlichen Nahrung am Boden oder in niedriger Vegetation. Hier erfährst du, welches Ergänzungsfutter, welche Futterstelle und welche Gartenstrukturen zu dieser Ernährungsweise passen.

Amsel
Foto: iStock/GlobalP

Was bedeutet „Weichfutterfresser“?

Als Weichfutterfresser werden Vogelarten bezeichnet, deren Schnabel und natürliche Nahrung weniger auf das Knacken großer, harter Samen ausgerichtet sind. Viele dieser Vögel suchen am Boden, unter Laub, in niedriger Vegetation oder zwischen Zweigen nach Insekten, Spinnen, Würmern, Larven, kleinen Schnecken und weichen Früchten.

Im Winter und bei knappem natürlichem Nahrungsangebot nehmen einige Arten zusätzlich geeignetes Futter an. Das bedeutet allerdings nicht, dass jede Art genau dasselbe frisst.

Ein Zaunkönig ist beispielsweise besonders stark auf tierische Nahrung spezialisiert. Amseln und Singdrosseln nutzen neben Bodentieren auch weiche Früchte. „Weichfutter“ bezeichnet daher eine Futtergruppe und keinen für jede Vogelart identischen Speiseplan.

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Was diese Vögel in der Natur suchen

Die Amsel findet die wertvollste Nahrung in einem strukturreichen und lebendigen Garten: zwischen Herbstlaub, in offenen Bodenstellen, unter heimischen Sträuchern und überall dort, wo Insekten und andere kleine Bodentiere leben.

Laub, Totholz, dichte Hecken, beerentragende Gehölze und der Verzicht auf Pflanzenschutzmittel schaffen deshalb mehr als nur einen Futterplatz. Sie erhalten natürliche Nahrung und sichere Rückzugsräume.

Eine Zufütterung kann dieses natürliche Angebot ergänzen. Sie ersetzt jedoch keinen geeigneten Lebensraum. Besonders sinnvoll ist sie, wenn sie sauber, trocken, überschaubar und auf die Ernährungsweise der jeweiligen Vogelart abgestimmt erfolgt.

Welches Ergänzungsfutter passt?

Für typische Weichfutterfresser kommen vor allem kleinere, weiche und leicht aufnehmbare Bestandteile infrage. Je nach Vogelart können dazu ungesüßte Haferflocken und andere Getreideflocken, kleine weiche Obststücke, naturbelassene ungeschwefelte Rosinen sowie Mehlwürmer gehören.

Mehlwürmer als Ergänzung

Mehlwürmer können das natürliche Nahrungsangebot ergänzen. Sie ersetzen jedoch nicht die Vielfalt an Insekten und anderen kleinen Wirbellosen, die Vögel in einem naturnahen Garten finden. Biete zunächst nur kleine Mengen an und entferne feuchte, verschmutzte oder nicht gefressene Reste zeitnah.

Nicht an die Futterstelle gehören Brot, gewürzte oder salzige Speisereste sowie verdorbene oder verschimmelte Futtermittel.

Wichtig: Nicht jede Futtermischung passt gleich gut zu jeder Vogelart. Entscheidend sind die enthaltenen Bestandteile, eine geeignete Darreichung sowie eine saubere und trockene Futterstelle.
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Futterstelle: bodennah, trocken und sicher

Amseln, Drosseln, Rotkehlchen, Heckenbraunellen und Zaunkönige suchen häufig in Bodennähe nach Nahrung. Eine niedrige, überdachte Futterschale oder eine gut zu reinigende Bodenfutterstelle kann deshalb besser geeignet sein als eine hoch hängende Futtersäule.

Das Futter muss vor Regen geschützt sein und darf nicht dauerhaft mit Erde, Kot oder altem Futter vermischt werden.

Stelle den Futterplatz so auf, dass die Vögel ihre Umgebung gut überblicken können und Katzen sich nicht unbemerkt anschleichen können. Mehrere kleine Futterstellen sind häufig hygienischer als eine einzige große Ansammlung.

Bodenfutterstellen sollten regelmäßig versetzt und nachts nach Möglichkeit hereingeholt werden. Dadurch werden Ratten und andere ungebetene Gäste weniger stark angelockt.

Sinnvolles Zubehör

  • eine flache und leicht zu reinigende Futterschale
  • ein Regenschutz oder eine überdachte Bodenstation
  • eine feste und abwischbare Unterlage
  • eine ausschließlich für die Futterstelle verwendete Reinigungsbürste
  • eine flache Vogeltränke an einem gut einsehbaren Platz

Hygiene ist wichtiger als eine große Futtermenge

Wo viele Vögel auf engem Raum zusammenkommen, können sich Krankheitserreger leichter verbreiten. Biete deshalb lieber kleine und frische Portionen an.

Entferne Kot und Futterreste täglich. Offene Schalen und klassische Futterhäuser sollten regelmäßig mit heißem Wasser gereinigt werden und anschließend vollständig trocknen. Scharfe Reinigungsmittel sind dafür nicht erforderlich.

Auch die Vogeltränke benötigt frisches Wasser und eine häufige Reinigung. Bei warmem Wetter sollte das Wasser möglichst täglich gewechselt und die Schale gereinigt werden.

Werden kranke oder tote Vögel an der Futterstelle beobachtet, sollte die Fütterung vorübergehend eingestellt und die gesamte Futterstelle gründlich gereinigt werden.

Die dauerhaft beste Hilfe wächst im Garten

Heimische Sträucher liefern Beeren, Schutz und Lebensraum für Insekten. Liegen gebliebenes Herbstlaub bietet Verstecke für Spinnen, Käfer, Würmer und Larven.

Wilde Ecken, Totholz, eine vielfältige Bepflanzung und saubere Wasserstellen machen Nahrung dort verfügbar, wo die Vögel selbst danach suchen können.

Eine Futterstelle ist deshalb am sinnvollsten als Ergänzung zu einem naturnahen Garten. Die Amsel profitiert davon nicht nur während eines kurzen Besuchs: Ein naturnaher Garten verbessert den Lebensraum über das ganze Jahr.

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