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Name:
Gimpel (auch Dompfaff genannt)
Wissenschaftlicher Name:
Pyrrhula pyrrhula
Klasse:
Vögel
Ordnung:
Sperlingsvögel (Passeriformes)
Familie:
Finken (Fringillidae)
Aussehen
Größe:
15-18 cm
Gewicht:
21-28 g
Alter:
4-7 Jahre
Nahrung
Die Nahrung besteht überwiegend aus Samen, Knospen, Beeren und gelegentlich Insekten – besonders während der Brutzeit, wenn die Jungvögel mit eiweißreicher Kost gefüttert werden.
Verbreitung
Der Gimpel ist in großen Teilen von Europa und Asien verbreitet – vom Atlantik bis nach Japan.
Gimpel Flugbild
Heimsich oder Invasiv
In Deutschland ist der Gimpel das ganze Jahr über heimisch und gilt als typischer Standvogel, der kaum wandert.
Lebensweise
Der Gimpel ist tagaktiv und zeigt ein ruhiges, eher zurückhaltendes Verhalten. Er lebt meist in Paaren oder kleinen Familiengruppen und zieht sich in den Wintermonaten in dichte Sträucher oder Bäume zurück.
Lebensraum
Sein bevorzugter Lebensraum sind lichte Wälder, Gartenanlagen, Heckenlandschaften und Parks mit reichlich Strauchwerk. Besonders Samenpflanzen und Obststräucher sind für ihn wichtig.
Feinde
Zu den natürlichen Feinden gehören Greifvögel (wie der Sperber), Rabenvögel (wie die Elster), sowie Katzen. Die dichte Vegetation schützt sie jedoch häufig gut.
Gimpel Gesang
Gimpel Gesang
Interessante Fakten
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Männchen haben eine auffällig rosarote Brust, Weibchen sind matter gefärbt.
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Der Gimpel ist trotz seiner Farbe sehr scheu.
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Sein deutscher Name „Dompfaff“ erinnert an das rote Gewand katholischer Geistlicher.
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Er hat einen leisen, melancholischen Gesang.
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Der Gimpel bevorzugt ruhige Lebensräume mit dichter Vegetation.
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Er kann sich gut an Gärten und Stadtparks anpassen, wenn es dort Rückzugsorte gibt.
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Im Winter sieht man ihn häufig an Futtersäulen mit Sonnenblumenkernen.
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Sein kräftiger Schnabel ist ideal zum Aufbrechen harter Samen.
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Jungvögel werden ausschließlich mit Insekten gefüttert.
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Gimpel-Paare bleiben oft ein Leben lang zusammen.
Häufig gestellte Fragen
Ist der Gimpel ein Zugvogel?
Nein, der Gimpel ist kein Zugvogel, sondern ein Standvogel.
Das heißt:
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Er bleibt ganzjährig in seinem Revier.
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Auch im Winter verlässt er sein Brutgebiet nicht, sondern sucht sich geschützte Orte in Gärten, Hecken oder Wäldern.
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Bei extremem Futter- oder Kältemangel kann es kurzfristig lokale Wanderungen geben – aber keine weiten Züge.
Wie sieht der Gimpel aus?
Der Gimpel ist ein kompakter, auffällig gefärbter Vogel:
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Männchen: leuchtend rosarote Brust, schwarzer Kopf, grauer Rücken, weißlicher Bürzel und schwarze Flügel
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Weibchen: ähnlich, aber mit graubeiger Brust statt rot – insgesamt matter gefärbt
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Beide Geschlechter haben einen dicken, kräftigen Schnabel, ideal zum Knacken von Samen
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Größe: etwa 15–18 cm, also etwas größer als ein Spatz
Was frisst der Gimpel?
Der Gimpel ernährt sich hauptsächlich pflanzlich:
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Samen von Wildkräutern, Gräsern, Bäumen
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Knospen – besonders im Frühling, was ihn in Gärten manchmal unbeliebt macht
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Beeren im Herbst und Winter
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Insekten und Spinnen vor allem zur Jungenaufzucht
Am Futterhaus frisst er besonders gerne Sonnenblumenkerne und geschälte Nüsse.
Wie brüten Gimpel?
Die Brutzeit beginnt in Deutschland meist im April und geht bis in den Juni/Juli.
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Gimpel bauen ihr Nest in dichten Sträuchern oder kleinen Bäumen, gut verborgen
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Das Weibchen übernimmt den Nestbau aus Zweigen, Gräsern, Moos und Tierhaaren
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Es legt meist 4–6 Eier, die etwa 12–14 Tage bebrütet werden
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Nach dem Schlüpfen werden die Jungen ca. 2 Wochen im Nest gefüttert, vor allem mit Insekten und Larven
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Nach dem Ausfliegen werden sie noch einige Tage von den Eltern betreut
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