Der Wolf war eines der zentralen Themen der jüngsten Ministerpräsidentenkonferenz in Mainz. Die Länderchefs beschlossen, den Schutzstatus des Wildtieres in Deutschland zu senken und damit künftig eine stärkere Regulierung zu ermöglichen. Nach Jahren intensiver Diskussionen zwischen Politik, Bevölkerung und Naturschutzverbänden zeichnet sich nun eine deutliche Neuausrichtung im Umgang mit dem Wolf ab.
Wolf auf der Ministerpräsidentenkonferenz – Ein Beschluss mit Signalwirkung
Die Ministerpräsidentenkonferenz vom 24. Oktober 2025 in Mainz markiert einen Wendepunkt in der deutschen Wildtierpolitik. Die Länder sprachen sich dafür aus, den Schutzstatus des Wolfs auch im deutschen Recht abzusenken. Ziel ist laut Beschluss, ein „modernes und praxisnahes Bestandsmanagement“ zu etablieren, das den günstigen Erhaltungszustand der Population sicherstellt und zugleich die Weidetierhaltung schützt.
In der Begründung heißt es, dass ohne ein solches Vorgehen die Akzeptanz für den Wolf in der Bevölkerung weiter schwinden würde. Der Beschluss steht im Einklang mit der Bewertung der Bundesregierung, die Mitte Oktober einen „günstigen Erhaltungszustand“ an die EU-Behörden in Brüssel gemeldet hatte.
Wolf in Deutschland – Unterschiedliche Belastung der Bundesländer
Besonders deutlich wurde auf der Konferenz, dass die Situation in Deutschland regional sehr unterschiedlich ist. Während im Süden, etwa in Rheinland-Pfalz, bisher nur wenige Tiere leben, sind in den östlichen Bundesländern wie Sachsen viele Rudel heimisch. Diese ungleiche Verteilung führt zu sehr unterschiedlichen Herausforderungen für Bevölkerung und Behörden.
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) erklärte dazu: „Seien Sie froh, dass Sie dieses Problem nicht so haben wie wir in Sachsen.“ Er verwies auf die angespannte Lage in seinem Bundesland, wo die Menschen seit fast zwei Jahrzehnten mit der wachsenden Wolfsdichte leben. Laut Kretschmer hätten viele Bürgerinnen und Bürger dabei Vertrauen in politische Institutionen verloren, weil sie sich von der Politik im Umgang mit dem Wolf alleingelassen fühlten.
Debatte um Vertrauen, Akzeptanz und Zukunft des Wolfsmanagements
Kretschmer betonte, dass der Wolf in Sachsen zu einem emotional aufgeladenen Thema geworden sei. Die „Nerven der Menschen“ lägen vielerorts blank. Über Jahre hätten sie erlebt, wie die Realität vor Ort nicht mit der politischen Kommunikation übereinstimme – oft sei von Märchenfiguren wie Rotkäppchen die Rede gewesen, während Weidetierhalter reale Verluste erlitten hätten.
Er lobte, dass die aktuellen Gespräche und die Zusammenarbeit mit Karsten Schneider nun zu einer bundesweiten Bestätigung des „positiven Zustands der deutschen Population“ geführt hätten. Gleichzeitig machte er deutlich, dass Sachsen auf eine Verringerung der Zahl von Wölfen hoffe, um die gesellschaftlichen Spannungen zu mildern und ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Schutz und Regulierung zu schaffen.
Perspektiven für das Wolfsmanagement in Deutschland
Mit dem Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz ist der Weg frei für ein neues Kapitel im deutschen Wolfsmanagement. Künftig sollen Abschüsse einfacher möglich sein, sobald ein günstiger Erhaltungszustand bestätigt ist. Das Ziel bleibt, die Weidetierhaltung zu sichern und zugleich die Population langfristig stabil zu halten.
Der Beschluss aus Mainz zeigt, dass die Länder die Balance zwischen Naturschutz und praktischer Lebensrealität suchen. Während einige Regionen mit wachsenden Wolfszahlen ringen, hoffen andere auf eine vorsichtige Ansiedlung. Damit wird der Wolf auch künftig ein Symbol bleiben – für den schwierigen, aber notwendigen Dialog zwischen Mensch und Wildnis.
Pressekonferenz zur MPK in Mainz: https://www.youtube.com/watch?v=PCrAhsXjGjI
Ministerpräsidenten wollen Wölfe jagen lassen: https://www.evangelisch.de/inhalte/248849/24-10-2025/ministerpraesidenten-wollen-woelfe-jagen-lassen
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