Foto: iStock/RobertSchneider
Klasse:
Vögel
Ordnung:
Regenpfeiferartige
Familie:
Möwen
Aussehen
Größe:
52–67 cm
Gewicht:
600–1100 g
Alter:
20–30 Jahre
Nahrung
Sie ernähren sich von Fischen, Krebstieren, Insekten, Aas und nutzen auch anthropogene Nahrungsquellen wie Abfälle.
Verbreitung
Die Art ist entlang der Küsten Nord-, West– und Mitteleuropas verbreitet, mit wichtigen Brutgebieten in Skandinavien, Großbritannien, den Niederlanden und Norddeutschland.
Heimsich oder Invasiv
Sie gehört zu den typischen Bewohnern europäischer Küstenlandschaften.
Lebensweise
Die Heringsmöwe ist tagaktiv und ein ausgezeichneter Segler, der lange Strecken mit minimalem Flügelschlag zurücklegt.
Lebensraum
Bevorzugt werden Küsten, Inseln, Flussmündungen, Häfen, Seen und große Binnengewässer.
Feinde
Zu den Feinden gehören Raubmöwen, Füchse, Seeadler und Störungen durch den Mensch.
Interessante Fakten
- Sie ist ein ausgezeichneter Langstreckenzieher.
- Viele Populationen überwintern bis nach Afrika.
- Die dunklen Flügel unterscheiden sie klar von Silber- und Sturmmöwen.
- Sie kann über 30 Jahre alt werden.
- Ihre Kolonien können mehrere Hundert Brutpaare umfassen.
- Heringsmöwen fliegen oft mit weit erhobenem Flügelbogen.
- Sie nutzen auch Stadtzentren und Müllplätze als Futterorte.
- Ihr Ruf ist kurz und rau, weniger durchdringend als der der Silbermöwe.
- Juvenile Vögel sind stark gesprenkelt und kaum als Heringsmöwen zu erkennen.
- Sie gelten als Indikatoren für Veränderungen im Küstenökosystem.
Häufig gestellte Fragen
Wie erkennt man die Heringsmöwe?
An ihren dunkelgrauen Flügeln, dem gelben Schnabel und dem eleganten Flugstil.
Wo lebt sie?
Wohin zieht die Heringsmöwe?
Viele Populationen ziehen nach Westeuropa oder bis nach Nordafrika.
Wie klingt ihr Ruf?
Kurz, rau und weniger schrill als der der Silbermöwe.
Kommt sie in Deutschland vor?
Ja, vor allem an der Nordsee, aber zunehmend auch im Binnenland.
Weitere Interessante und spannende Artikel
Brautente
Die Brautente (Aix sponsa) stammt ursprünglich aus Nordamerika, hat sich jedoch in vielen Teilen Europas etabliert. Mit ihrem farbenfrohen Gefieder und ihrer einzigartigen Fähigkeit, Baumhöhlen als Nistplätze zu nutzen, zählt sie zu den auffälligsten Entenvögeln, die man an ruhigen Gewässern beobachten kann.
Flussregenpfeifer
Der Flussregenpfeifer (Charadrius dubius) ist ein kleiner Watvogel, der Fluss- und Seenlandschaften mit Kies- und Sandflächen bevorzugt. Durch seinen gelben Augenring, das markante Kopfband und seine schnelle Laufweise ist er unverwechselbar. In Deutschland ist er ein typischer Brutvogel an offenen, störungsarmen Ufern.
Eiderente
Die Eiderente (Somateria mollissima) ist die größte europäische Ente und lebt fast ausschließlich an Küsten und auf dem Meer. Mit ihrem schwarz-weißen Gefieder, ihrer beeindruckenden Tauchfähigkeit und den wertvollen Eiderdaunen prägt sie die Nordseeküsten und arktischen Meereslandschaften.
Goldregenpfeifer
Der Goldregenpfeifer (Pluvialis apricaria) ist ein faszinierender Zugvogel, der in den Tundren und Mooren Nordeuropas brütet. In Deutschland erscheint er vor allem als Durchzügler und Wintergast und begeistert Vogelbeobachter mit seinem goldgefleckten Gefieder und seinem melodischen Ruf.
Erlenzeisig
Der Erlenzeisig (Spinus spinus) ist ein kleiner, lebhafter Finkenvogel, der Erlen- und Birkenwälder in ganz Europa bewohnt. Mit seinen gelb-grünen Akzenten und seinem trillernden Gesang gehört er zu den auffälligsten Wintergästen Deutschlands. Er ist ein geselliger Teilzieher, der sich vor allem von Erlen- und Birkensamen ernährt.
Braunkehlchen
Das Braunkehlchen (Saxicola rubetra) ist ein kleiner Zugvogel der offenen Landschaften Europas. Mit seinem weißen Überaugenstreif und seiner rostfarbenen Brust ist es leicht zu erkennen. In Deutschland ist die Art stark gefährdet, da ihre Wiesenlebensräume zunehmend verschwinden.
Brandgans
Die Brandgans ist ein faszinierender Vogel der europäischen Küstenlandschaften. Mit ihrem auffälligen Federkleid und dem roten Schnabel ist sie leicht zu erkennen. In Deutschland brütet sie vor allem an der Nord- und Ostsee und gilt als Symbol für den Schutz der Küstenökosysteme.
Brachvogel
Der Große Brachvogel ist mit seinem langen Schnabel und seinem melancholischen Ruf ein Wahrzeichen der europäischen Feuchtgebiete. In Deutschland brütet er vor allem im Norden, doch der Bestand sinkt durch Lebensraumverlust. Seine Rückkehr im Frühjahr bleibt dennoch ein faszinierendes Naturschauspiel.
Blaukehlchen
Das Blaukehlchen ist einer der auffälligsten Singvögel Europas. Mit seiner blauen Kehle und seinem lebhaften Gesang gehört es zu den heimlichen Stars der Feuchtgebiete. In Deutschland brütet es vor allem im Norden und Osten – dort, wo Schilf, Wasser und Gebüsch eine harmonische Einheit bilden.
Baumpieper
Der Baumpieper ist ein charakteristischer Bewohner offener Landschaften und Waldränder. Mit seinem trillernden Singflug kündigt er im Frühjahr seine Rückkehr aus Afrika an. In Deutschland ist er weit verbreitet, doch Lebensraumverlust macht auch ihm zunehmend zu schaffen.









