Luchs in Baden-Württemberg aisgewildert - Wildtiere in Europa (1)

Symbolfoto Luchs: iStock/chekyfoto

Wie die Landesregierung Baden-Württemberg berichtet, wurde die junge Luchskatze Elisabeth Anfang Oktober erfolgreich in die Freiheit entlassen. Das Tier ist Teil des landesweiten Artenschutzprojekts Luchs Baden-Württemberg, das sich für die Rückkehr dieser faszinierenden Wildkatzenart einsetzt. Ziel des Projekts ist es, stabile und genetisch gesunde Luchspopulationen in Südwestdeutschland zu etablieren.

Elisabeth – eine Botschafterin für den Luchsschutz

Elisabeth wurde im Rahmen des Projekts vom Forstlichen Versuchungs- und Forschungsinstitut (FVA) betreut und auf die Auswilderung vorbereitet. Sie ist etwa ein Jahr alt und stammt aus einem kontrollierten Aufzuchtprogramm, das in enger Zusammenarbeit mit Zoos und Naturschutzorganisationen durchgeführt wird.

Die Landesregierung betont, dass Elisabeth nicht nur ein Symbol für die Wiederansiedlung des Luchses sei, sondern auch für den Erfolg moderner Artenschutzstrategien, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

Der Luchs in Baden-Württemberg – Rückkehr eines stillen Jägers

Der Luchs war in Baden-Württemberg über 150 Jahre lang ausgerottet. Erst seit den 1990er-Jahren wandern einzelne Tiere wieder aus der Schweiz und den Vogesen ein.
Das Projekt „Luchs Baden-Württemberg“ setzt sich dafür ein, die Population langfristig zu sichern. Durch genetische Untersuchungen, Telemetrie und Lebensraumstudien werden Bewegungen, Reviergrößen und genetische Vielfalt genau beobachtet.

Nach Angaben der Landesregierung sind derzeit rund 15 bis 20 Luchse im Südwesten Deutschlands nachgewiesen. Besonders der Schwarzwald und der Südwestalb-Raum gelten als geeignete Lebensräume mit ausreichend Rückzugsorten und Beutetieren.

Luchs in Baden-Württemberg aisgewildert - Wildtiere in Europa (2)

Symbolfoto Luchs: iStock/Wirestock

Zusammenarbeit von Forschung und Politik

Die Auswilderung von Elisabeth ist Teil eines größeren europäischen Netzwerks. In enger Kooperation mit Partnern in der Schweiz und Frankreich sollen grenzüberschreitende Luchspopulationen entstehen.
Die Landesregierung Baden-Württemberg unterstützt das Vorhaben im Rahmen ihrer Biodiversitätsstrategie, die darauf abzielt, vernetzte Lebensräume für Wildtiere zu schaffen und Konflikte mit menschlicher Nutzung zu minimieren.

Landesumweltministerin Thekla Walker erklärte laut der Mitteilung, die Rückkehr des Luchses sei „ein bedeutender Erfolg für den Naturschutz und ein Zeichen für intakte Ökosysteme“.

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Luchs Steckbrief - Wildtiere in Deutschland

Bedeutung für den Artenschutz

Elisabeths Freilassung steht stellvertretend für die Fortschritte im europäischen Artenschutz. Der Luchs ist ein streng geschütztes Tier nach EU-Recht und gilt als Indikator für gesunde Wälder.
Mit Projekten wie diesem will Baden-Württemberg zeigen, dass Wildtierschutz und moderne Landnutzung Hand in Hand gehen können.
Die Auswilderung der Luchskatze Elisabeth ist ein Erfolg für Forschung, Naturschutz und gesellschaftliches Engagement. Sie zeigt, dass Rückkehrprogramme für große Wildtiere funktionieren können, wenn Wissenschaft, Politik und Bevölkerung zusammenarbeiten.

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Quellen (Stand: 20. Oktober 2025, 09.15 Uhr)

Baden-Württemberg.de – „Luchskatze Elisabeth ausgewildert“, offizielle Pressemitteilung des Landes Baden-Württemberg
🔗 https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/luchskatze-elisabeth-ausgewildert/

Forstliches Versuchs- und Forschungsinstitut Baden-Württemberg (FVA) – „Luchs-Monitoring und Wiederansiedlung in Südwestdeutschland“
🔗 https://www.fva-bw.de/

Luchsprojekt Baden-Württemberg – Projektinformationen und Monitoringdaten
🔗 https://www.luchs-bw.de/

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