Rebhuhn, Elche und Eichhörnchen – Wildbrücke News #8 (2025)
Die Wildbrücke News #8 fassen aktuelle Ereignisse rund um Wildtiere und Naturschutz zusammen. Neben spannenden Projekten aus Deutschland stehen internationale Themen im Fokus. Wie auch in den vergangenen Ausgaben bleibt das Ziel, den Blick für die Biodiversität zu schärfen und die Menschen für den Schutz der Natur zu begeistern.

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Rebhuhn ist Vogel des Jahres 2026

Die Wahl zum Vogel des Jahres 2026 ist entschieden – das Rebhuhn trägt den Titel. Wie der NABU berichtet, soll die Auszeichnung auf den Rückgang dieser charakteristischen Feldvogelart aufmerksam machen. Über 100.000 Menschen beteiligten sich an der Wahl, die gemeinsam mit dem Landesbund für Vogelschutz (LBV) organisiert wurde.
Das Rebhuhn steht für den Schutz der offenen Kulturlandschaften, die durch intensive Landwirtschaft zunehmend verschwinden. Schulen und Vereine sind aufgerufen, Projekte zu initiieren, um die Art bekannter zu machen und Lebensräume zu sichern.

Wildpferde auf der Sophienhöhe – Natur im Wandel

In Nordrhein-Westfalen beweiden Wildpferde das Gelände des ehemaligen Tagebaus Hambach. Das Projekt, so das Portal Neuland Hambach, ist ein gelungenes Beispiel für die Verbindung von Renaturierung und Naturschutz.
Die robusten Konikpferde tragen durch ihre Beweidung zur Offenhaltung der Landschaft bei und fördern so die Artenvielfalt. Drei neue Fohlen belegen, dass sich die Tiere gut eingelebt haben – ein Symbol für den ökologischen Wandel im Rheinischen Revier.

Esel-Auswilderung in Kasachstan

Ein weiteres Highlight: die Rückkehr der Kulan in die Steppe. Laut dem Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) wurden mehrere Asiatische Wildesel in Kasachstan erfolgreich ausgewildert.
Das Projekt „Rewilding the Steppe“ trägt zur Wiederherstellung des empfindlichen Steppenökosystems bei und gilt als Beispiel internationaler Zusammenarbeit zwischen Forschung und Naturschutz.
Durch die Auswilderung kehrt eine Art zurück, die entscheidend zur ökologischen Stabilität der Region beiträgt.

Zürich verbietet Laubbläser – Schutz für Kleintiere

Auch in Europa gibt es Fortschritte beim städtischen Artenschutz. In Zürich dürfen künftig nur noch elektrische Laubbläser und das ausschließlich im Herbst eingesetzt werden.
Wie SRF berichtet, soll die Maßnahme Insekten, Kleinsäuger und Bodenorganismen schützen. Der WWF Zürich betont, dass Laub kein Abfall, sondern ein wertvoller Teil des Naturkreislaufs ist. Zürich wird damit zur ersten Großstadt der Schweiz mit einem klaren Verbot benzinbetriebener Geräte – ein Vorbild für andere Städte.

Elche zurück in Deutschland

Die Deutsche Wildtier Stiftung meldet eine Zunahme von Elch-Sichtungen in Deutschland. Tiere aus Polen und Tschechien wandern zunehmend über die Grenze, da dortige Schutzmaßnahmen greifen.
Bis zu 20 Elche leben bereits dauerhaft in Deutschland. Die Stiftung fordert mehr Wildtierkorridore und Grünbrücken, um sichere Wanderwege zu schaffen.
Mit einer Körpergröße von bis zu zwei Metern und einem Gewicht von 700 Kilogramm sind Elche beeindruckende Vertreter der europäischen Tierwelt – und ihre Rückkehr ein Erfolg für den Artenschutz.

Eichhörnchenbrücken in Bayern – kleine Helfer, große Wirkung

In mehreren bayerischen Städten helfen Seilbrücken den Eichhörnchen, Straßen sicher zu überqueren. Der BUND Naturschutz berichtet, dass die Tiere die Konstruktionen regelmäßig nutzen.
Die Brücken bestehen aus stabilem Kunsthanf und sind ein einfaches, aber wirksames Beispiel für städtischen Naturschutz. Gemeinsam mit Kommunen und Umweltgruppen entstehen so sichere Wege für die kleinen Kletterer – ein Vorbild für viele Städte in Europa.

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Elch Steckbrief - Wildtiere in Deutschland
Eichhörnchen Steckbrief - Wildtiere in Deutschland

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