Eule

Waldohreule

Asio otus

Die Waldohreule lebt oft unbemerkt ganz in deiner Nähe – verborgen im dichten Geäst, während ihre orangefarbenen Augen die Umgebung im Blick behalten.

Waldohreule - Vögel in Europa

Foto: iStock/tariq sulemani

Besonderheit
Leise Jägerin
Ihr nahezu lautloser Flug macht sie zu einer effektiven Jägerin der Nacht.
Erlebnis
Tagsüber gut versteckt
Am Tag ruht sie oft reglos in dichten Nadelbäumen und fällt kaum auf.
Hinweis
Auffällige Federohren
Die langen Federohren dienen nicht dem Hören, sondern helfen vor allem bei der Tarnung.

Begegnung mit der Waldohreule

Wenn du in der Dämmerung durch ruhige Feldgehölze, Parks oder Waldränder gehst, kannst du mit etwas Glück eine Waldohreule entdecken. Meist bemerkst du sie nicht sofort. Oft sitzt sie still im Geäst oder gleitet lautlos über offene Flächen. Gerade diese verborgene Art macht eine Begegnung mit ihr so besonders.

Steckbrief auf einen Blick

Größe
35 bis 40 Zentimeter
Gewicht
220 bis 370 Gramm
Alter
bis zu 10 Jahre
Heimisch
ja
Nahrung
Mäuse, Kleinsäuger
Lebensraum
Wald, Park, Feldgehölz
Paarungszeit
März bis Juni
Sozialverhalten
meist einzeln, im Winter teils in Gruppen

So erkennst du sie

Die Waldohreule erkennst du an ihrem schlanken Körper, den langen Federohren und den auffälligen orangefarbenen Augen. Im Sitzen wirkt sie sehr aufrecht. Ihr Gefieder ist braun und dunkel gestrichelt, wodurch sie im Geäst hervorragend getarnt ist.

Worauf du achten kannst
  • lange Federohren
  • orangefarbene Augen
  • schlanke, aufrechte Gestalt
  • braun gestricheltes Tarngefieder

Nahrung

Die Waldohreule frisst vor allem Mäuse und andere kleine Säugetiere. Besonders wichtig sind Wühlmäuse. Gelegentlich erbeutet sie auch kleine Vögel oder große Insekten.

Lebensraum

Sie lebt in lichten Wäldern, Feldgehölzen, an Waldrändern, in Parks und strukturreichen Offenlandschaften. Wichtig sind ruhige Tagesruheplätze und offene Flächen zur Jagd.

Lebensweise

Die Waldohreule ist überwiegend nachtaktiv und jagt meist vom Ansitz oder im niedrigen Suchflug. Tagsüber ruht sie gut verborgen in Bäumen. Sie baut kein eigenes Nest, sondern nutzt häufig alte Krähennester.

Verbreitung

Die Waldohreule ist in großen Teilen Europas, Asiens und Nordafrikas verbreitet. In Deutschland ist sie weit verbreitet, aber wegen ihrer versteckten Lebensweise oft leichter zu hören als zu sehen.

Feinde

Zu ihren Feinden zählen vor allem größere Greifvögel und andere Eulen. Auch Störungen am Brutplatz und der Verlust geeigneter Lebensräume können problematisch sein.

Heimisch oder invasiv

In Deutschland ist die Waldohreule ein heimischer Brutvogel und keine invasive Art.

Interessante Fakten

  • Die Waldohreule nutzt oft alte Krähennester statt selbst ein Nest zu bauen.
  • Ihre auffälligen Federohren haben nichts mit dem Hören zu tun.
  • Sie jagt besonders häufig Wühlmäuse.
  • Ihr Flug ist sehr leise und an nächtliche Jagd angepasst.
  • Am Tag sitzt sie oft reglos in Nadelbäumen.
  • Im Winter können Waldohreulen an gemeinsamen Schlafplätzen ruhen.
  • Ihre orangefarbenen Augen sind ein wichtiges Erkennungsmerkmal.
  • Sie lebt oft näher am Menschen, als viele vermuten.
  • Gewölle der Waldohreule verraten viel über ihre Nahrung.
  • Man entdeckt sie oft erst, wenn man gezielt auf das Geäst achtet.

Häufig gestellte Fragen

Wo lebt die Waldohreule?

Sie lebt in Wäldern, Feldgehölzen, Parks und an strukturreichen Waldrändern.

Was frisst die Waldohreule?

Vor allem Mäuse, besonders Wühlmäuse, sowie andere kleine Säugetiere.

Ist die Waldohreule nachtaktiv?

Ja, sie ist überwiegend nachtaktiv und jagt vor allem in der Dämmerung und nachts.

Woran erkennt man die Waldohreule?

An den langen Federohren, den orangefarbenen Augen und ihrer schlanken Gestalt.

Baut die Waldohreule ihr eigenes Nest?

Meist nicht. Sie nutzt oft verlassene Nester von Krähenvögeln.
Kostenlos bei Wildbrücke

Waldohreule-Steckbrief kostenlos erhalten

Dieser Steckbrief ist Teil unserer großen Sammlung mit über 200 Wildtier-Steckbriefen und Vergleichen – nach der Anmeldung erhältst du Zugriff auf die gesamte Sammlung.

Waldohreule-Steckbrief
200+Steckbriefe & Vergleiche
Steckbrief ansehen →
✓ über 200 Tier-Steckbriefe ✓ praktische Artenvergleiche ✓ kostenlos entdecken
Auch besonders beliebtWischen →
Unterschied Buntspecht und Grünspecht #1
Unterschied Buntspecht und Grünspecht 4.058 Downloads
Unterschied Reiher und Kranich #2
Unterschied Reiher und Kranich 4.027 Downloads
Rotkehlchen Steckbrief #3
Rotkehlchen Steckbrief 3.032 Downloads
Du möchtest deinen Steckbrief direkt?

Kostenlose Wildtier-Steckbriefe

Hol dir spannende Steckbriefe und Naturwissen direkt in dein E-Mail-Postfach.

Du möchtest erst sehen, was dich erwartet? Steckbriefsammlung entdecken →

Weitere Vogelarten entdecken

Zaunkönig

Zaunkönig

Mit kaum 10 Zentimetern Körperlänge gehört der Zaunkönig zu den kleinsten Vögeln Europas. Dennoch besitzt er einen beeindruckend kräftigen Gesang, der weit über sein Revier hinaus zu hören ist. In Deutschland ist er weit verbreitet – sowohl im Wald als auch in naturnahen Gärten. Seine Fähigkeit, sich gut zu verstecken, macht ihn zu einem wahren Meister des Unterholzes. Als Nützling im Garten hilft er, Schädlinge zu bekämpfen – und erfreut mit seinem energischen Charakter die Naturbeobachter in ganz Europa.

mehr lesen
Turmfalke

Turmfalke

Der Turmfalke (Falco tinnunculus) zählt zu den bekanntesten Greifvögeln Europas. Er ist durch seine besondere Flugtechnik – das Rütteln – sowie durch seine Anpassungsfähigkeit an städtische Lebensräume berühmt. In Deutschland gilt er als häufigster Falke, dennoch steht er durch Agrarlandschaftsverlust unter Druck. Wer den Turmfalken schützen möchte, kann mit einfachen Mitteln wie dem Aufstellen von Nistkästen oder dem Erhalt naturnaher Flächen einen wichtigen Beitrag leisten.

mehr lesen
Stieglitz

Stieglitz

Der Stieglitz, bekannt als Distelfink, gehört zu den auffälligsten Singvögeln Europas. Seine rote Gesichtsmaske, die gelben Flügelbinden und sein lebhafter Gesang machen ihn unverwechselbar. In Deutschland ist er flächendeckend vertreten, doch durch den Verlust artenreicher Wiesen und Feldraine ist sein Bestand gefährdet. Umso wichtiger ist es, naturnahe Lebensräume zu bewahren, damit dieser farbenfrohe Vogel auch künftig unsere Gärten und Felder belebt.

mehr lesen
Rotmilan

Rotmilan

Der Rotmilan ist ein majestätischer Segelflieger, der besonders durch seine rostrote Färbung und seinen gegabelten Schwanz auffällt. In Deutschland hat dieser Greifvogel einen Großteil seines weltweiten Brutbestandes. Als Aas- und Kleintierfresser spielt er eine wichtige Rolle im Ökosystem. Sein Lebensraum sind offene Landschaften mit Wäldern und Feldern – ein ideales Umfeld für seine Jagd und Brut.

mehr lesen
Buchfink

Buchfink

Ob im Wald, im Garten oder am Futterhaus – der Buchfink ist ein vertrauter Anblick und oft schon am Gesang zu erkennen, bevor man ihn sieht. Männliche Buchfinken beeindrucken in der Paarungszeit mit leuchtend gefärbtem Gefieder und kräftigem Gesang, um ihr Revier zu markieren und Weibchen anzulocken. Dank seiner Anpassungsfähigkeit ist der Buchfink in ganz Europa verbreitet und spielt eine wichtige Rolle im ökologischen Gleichgewicht, besonders durch seine Vorliebe für Insekten im Sommer.

mehr lesen
Grünspecht

Grünspecht

Mit seinem leuchtend grünen Gefieder, dem roten Scheitel und seinem auffälligen Lachen ist der Grünspecht eine der charismatischsten Vogelarten unserer Heimat. Er liebt offene, ameisenreiche Lebensräume und verbringt viel Zeit am Boden – ganz untypisch für einen Specht. Trotz seines recht heimlichen Wesens lässt er sich mit etwas Geduld und Glück gut beobachten.

mehr lesen
Uhu

Uhu

Mit bis zu 1,90 Metern Flügelspannweite und einem durchdringenden Ruf gehört der Uhu zu den eindrucksvollsten Vögeln Europas. Als heimlicher Jäger der Nacht bewegt er sich lautlos durch Wälder, Felsenlandschaften und sogar urbane Gebiete. Seine Anpassungsfähigkeit, seine geheimnisvolle Natur und sein Platz im Ökosystem machen ihn zu einem wichtigen Symbol für den Artenschutz.

mehr lesen
Kohlmeise

Kohlmeise

Ob im heimischen Garten, im Wald oder im Stadtpark – die Kohlmeise lässt sich fast überall beobachten. Als anpassungsfähiger Vogel hat sie sich erfolgreich an das Leben in der Nähe des Menschen gewöhnt und spielt eine wichtige Rolle im ökologischen Gleichgewicht, da sie viele Insekten vertilgt.

mehr lesen
Kuckuck

Kuckuck

Kaum ein anderer Vogel ist so bekannt für seine außergewöhnliche Brutstrategie wie der Kuckuck. Statt selbst ein Nest zu bauen, legt er seine Eier in fremde Nester und überlässt die Aufzucht seinem ‚Pflegepersonal‘. Doch der Kuckuck ist mehr als nur ein Brutparasit – er ist ein Zugvogel mit beeindruckender Ausdauer und lebt bevorzugt in lichten Wäldern, Moorlandschaften und offenen Kulturlandschaften.

mehr lesen
Blaumeise

Blaumeise

Die Blaumeise (Cyanistes caeruleus) gehört zur Familie der Meisen und ist in ganz Deutschland weit verbreitet. Mit ihrer leuchtend blauen Kopfzeichnung und dem gelben Bauch ist sie leicht zu erkennen. Sie lebt in Wäldern, Parks und Gärten, wo sie geschickt durch das Geäst turnt, auf der Suche nach Insekten, Spinnen und im Winter auch Samen. Besonders während der Brutzeit verteidigt sie ihr Revier entschlossen und zeigt dabei trotz ihrer geringen Größe ein erstaunlich mutiges Verhalten.

mehr lesen
Veröffentlicht am • Zuletzt aktualisiert am