Foto Fichtenkreuzschnabel Männchen: iStock/Matthew Jolley
Klasse:
Vögel
Ordnung:
Sperlingsvögel (Passeriformes)
Familie:
Finken (Fringillidae)
Aussehen
Größe:
15–17 cm
Gewicht:
35–50 g
Alter:
5–8 Jahre
Nahrung
Die Hauptnahrung besteht aus Fichten- und Kiefernsamen. Mithilfe seines überkreuzten Schnabels hebelt er Zapfen geschickt auf. Jungvögel erhalten im Sommer auch Insekten.
Verbreitung
Der Fichtenkreuzschnabel kommt in ganz Europa, Teilen Asiens und Nordamerikas vor.
Fichtenkreuzschnabel Flugbild
Heimsich oder Invasiv
In Deutschland ist er weit verbreitet, besonders in Nadelwaldgebieten.
Lebensweise
Er lebt nomadisch: Kreuzschnäbel ziehen je nach Samenangebot umher. In Jahren mit Samenmangel kommt es zu Irruptionen, also starken Wanderbewegungen.
Lebensraum
Er bevorzugt Nadelwälder, besonders Fichten- und Kiefernforste, aber auch Gebirgswälder.
Feinde
Zu seinen Feinden zählen Habicht, Sperber, Marder und Eichelhäher, die sowohl Eier als auch Jungtiere gefährden.
Interessante Fakten
- Sein Schnabel ist gekreuzt, um Zapfen zu öffnen.
- Er kann Fichtenzapfen blitzschnell auseinanderhebeln.
- Kreuzschnäbel brüten oft im Winter, wenn Samen verfügbar sind.
- Sie sind nomadisch und ziehen dorthin, wo gerade Zapfenjahr ist.
- Jungvögel haben noch keinen Kreuzschnabel – der entwickelt sich erst nach Wochen.
- Der Ruf im Flug klingt wie ein hohes, hartes „klip-klip“.
- Männchen sind häufig rot, Weibchen eher grünlich-gelb.
- Die Art ist stark von Waldwirtschaft abhängig.
- Fichtenkreuzschnäbel können sehr gut klettern und hängen oft kopfunter.
- In manchen Jahren erscheinen große Schwärme weit außerhalb ihres üblichen Gebietes.
Häufig gestellte Fragen
Warum ist der Schnabel gekreuzt?
Zum Öffnen harter Zapfen, besonders von Fichte und Kiefer.
Was frisst ein Fichtenkreuzschnabel?
Fichtensamen, Kiefernsamen und im Sommer Insekten.
Ist der Fichtenkreuzschnabel ein Zugvogel?
Er ist nomadisch, kein klassischer Zugvogel.
Wie unterscheidet man Männchen und Weibchen?
Männchen sind oft rot, Weibchen gelb-grün.
Kann man ihn im Garten sehen?
Selten, nur in Jahren mit starkem Wanderverhalten.
Weitere Interessante und spannende Artikel
Lachmöwe
Die Lachmöwe (Chroicocephalus ridibundus) ist eine der bekanntesten und häufigsten Möwen Europas. Mit ihrem dunklen Kopf im Brutkleid, dem lebhaften Ruf und ihrer Anpassungsfähigkeit ist sie an Seen, Flüssen und sogar in Städten regelmäßig zu beobachten.
Ortolan
Der Ortolan (Emberiza hortulana) ist eine seltene Ammernart Europas und steht beispielhaft für den Verlust strukturreicher Kulturlandschaften. Mit seinem sanften Gesang und seiner Bindung an offene Lebensräume ist er heute vielerorts nur noch ein seltener Gast.
Mantelmöwe
Die Mantelmöwe (Larus marinus) ist die größte Möwenart Europas und vor allem an Nord- und Atlantikküsten zu beobachten. Mit ihrem schwarzen Rücken, der imposanten Größe und dem anpassungsfähigen Verhalten ist sie eine der auffälligsten Möwen Europas.
Mandarinente
Die Mandarinente (Aix galericulata) ist eine der farbenprächtigsten Entenarten Europas, obwohl sie ursprünglich aus Ostasien stammt. Als eingebürgerter Brutvogel ist sie heute an Flüssen, Seen und Parkgewässern vieler Städte zu beobachten.
Kurzschnabelgans
Die Kurzschnabelgans (Anser brachyrhynchus) ist eine arktische Gänseart, die Europa vor allem während des Vogelzugs und im Winter besucht. Mit ihrem kurzen rosa Schnabel und dem ausgeprägten Schwarmverhalten ist sie an Küsten und Feuchtwiesen gut zu erkennen.
Mönchsgrasmücke
Die Mönchsgrasmücke (Sylvia atricapilla) ist ein häufiger, aber versteckt lebender Singvogel Europas. Besonders ihr melodischer Gesang macht sie zu einer der bekanntesten Stimmen aus Gärten, Parks und Wäldern.
Krickente
Die Krickente (Anas crecca) ist die kleinste Schwimmente Europas und ein äußerst wendiger Zugvogel. Sie lebt bevorzugt an flachen Gewässern und ist sowohl während der Brutzeit als auch im Winter in großen Schwärmen zu beobachten.
Krabbentaucher
Der Krabbentaucher (Alle alle) ist ein kleiner, aber massenhaft vorkommender Alkenvogel der Arktis. In Europa ist er vor allem als Wintergast an den Küsten zu beobachten und gilt als wichtiger Indikator für den Zustand der Meeresökosysteme.
Kormoran
Der Kormoran (Phalacrocorax carbo) ist ein großer Wasservogel Europas, bekannt für seine Jagdtechnik unter Wasser und das typische Trocknen der Flügel. Nach fast vollständiger Ausrottung haben sich seine Bestände erholt, was ihn heute zu einer der auffälligsten Arten an Seen und Flüssen macht.
Kolbenente
Die Kolbenente (Netta rufina) ist eine auffällig gefärbte Entenart Europas, die vor allem durch den leuchtend orangefarbenen Kopf der Männchen ins Auge fällt. Sie lebt an großen Seen und ruhigen Gewässern und breitet sich in vielen Regionen langsam aus.










