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Obwohl Hirsch und Reh häufig miteinander verwechselt werden, handelt es sich bei diesen Tieren um zwei verschiedene Arten, die sich in Größe, Gewicht, Lebensweise und Erscheinungsbild deutlich unterscheiden. Dieser Artikel klärt die wesentlichen Unterschiede und hilft dabei, diese faszinierenden Tiere besser zu verstehen.
Der offensichtlichste Unterschied zwischen Hirsch und Reh ist ihre Körpergröße und ihr Gewicht.
- Das Reh gehört zu den kleineren Hirscharten. Die weiblichen Tiere, die sogenannten Ricke, erreichen eine Größe von 60 bis 75 cm und wiegen zwischen 15 und 25 Kilogramm. Der männliche Rehbock ist etwas größer, mit einer Schulterhöhe von 65 bis 85 cm und einem Gewicht von 20 bis 30 Kilogramm.
- Der Hirsch, oder genauer der Rothirsch, ist deutlich größer. Eine Hirschkuh, das weibliche Tier, misst etwa 1 bis 1,20 Meter in der Schulterhöhe und wiegt zwischen 90 und 130 Kilogramm. Die männlichen Hirsche, oft „Könige der Wälder“ genannt, können eine imposante Größe von 1,30 bis 1,50 Metern erreichen und bringen bis zu 200 Kilogramm auf die Waage.
Diese Unterschiede machen den Hirsch zum größten heimischen Wildtier Europas, während das Reh in den Wäldern vergleichsweise zierlich wirkt.
Lesenswertes zum Reh
Lebensraum und Verbreitung
Rehe und Hirsche teilen sich häufig denselben Lebensraum, doch es gibt Unterschiede in ihrer ursprünglichen Präferenz. Rehe sind äußerst anpassungsfähig und bewohnen sowohl Wälder als auch Felder und Wiesen. Der Hirsch hingegen ist von Natur aus ein Tier der offenen Flächen. Doch durch menschliche Eingriffe und die Veränderung der Landschaft wurde der Hirsch zunehmend in die Wälder gedrängt, wo er heute hauptsächlich anzutreffen ist. Trotz dieser Anpassung bleibt die Weite der offenen Landschaft sein ursprünglicher Lebensraum.
Verhalten und Sozialstruktur
- Rehe sind meist Einzelgänger. Nur im Winter schließen sich die Tiere zu kleinen Gruppen zusammen, sogenannten Sprüngen.
- Hirsche leben dagegen oft in Rudeln. Diese Rudel bestehen entweder aus Hirschkühen mit ihren Kälbern oder aus männlichen Jungtieren und alten Hirschen.
Während der Paarungszeit, der sogenannten Brunft, trennen sich die männlichen Hirsche von den Rudeln, um gegen Rivalen um die Hirschkühe zu kämpfen.
Geweih als Erkennungsmerkmal
Ein weiterer markanter Unterschied zwischen Hirsch und Reh ist das Geweih. Rehböcke tragen ein relativ kleines, meist dreizackiges Geweih, das jedes Jahr abgeworfen und neu gebildet wird.
Die Geweihe der Hirsche sind hingegen größer, massiver und oft stark verzweigt. Sie können beeindruckende Ausmaße erreichen und sind ein Symbol für Stärke und Dominanz.
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