Hyalomma Zecke - Wildtiere in Europa

Symbolfoto Hyalomma Zecke: iStock/digitalg

Das Krim-Kongo-Virus breitet sich zunehmend in Europa aus – und mit ihm wächst die Bedeutung bestimmter Zeckenarten, die als Vektoren fungieren. Laut einem aktuellen Artikel auf n-tv nimmt die Verbreitung des Krim-Kongo-Virus in süd- und osteuropäischen Regionen zu – Deutschland gilt derzeit noch als niedriges Risiko.

Übertragung durch Hyalomma-Zecken

Die wichtigste Besonderheit beim Krim-Kongo-Virus in Europa ist die Rolle der Hyalomma-Zecken als Überträger (Vektor). Das Robert Koch-Institut (RKI) weist auf seiner Informationsseite zum Krim-Kongo-Fieber darauf hin, dass Hyalomma-Arten maßgeblich an der Verbreitung beteiligt sind. 

Die Hyalomma-Zecke ist deutlich größer als heimische Zeckenarten und besitzt besondere Eigenschaften: Sie ist eine sogenannte Jagdzecke, das heißt sie aktiv sucht Wirte auf, statt passiv auf Vegetation zu lauern. Laut Berichten ist Hyalomma bis zu zwei Zentimeter lang und hat gestreifte Beine – in Frankreich wurde sie ebenso bei Wildtieren in Zusammenhang mit Krim-Kongo-Virus-Infektionen genannt. 

Das RKI betont außerdem, dass in Deutschland bislang nur wenige Exemplare dieser Zeckenart identifiziert wurden – 2018 wurden z. B. 19 Hyalomma-Zecken registriert, keines davon trug das Virus. 

Die Gattung Hyalomma umfasst rund 27 Arten, von denen einige als Vektoren für Krim-Kongo-Virus gelten. 

Wirkung auf Wildtiere und potenzielle Reservoirs

Wildtiere – etwa Wildschweine, Hasen oder selten auch andere Säugetiere – können als reservoirwirte fungieren, ohne selbst schwer erkranken zu müssen. In Frankreich wurden kürzlich Fälle dokumentiert, in denen Krim-Kongo-Virus bei Wild- und Nutztieren nachgewiesen wurde – ein Hinweis darauf, dass das Virus bereits in natürlichen Tierpopulationen zirkuliert. 

Diese zirkulierenden Erregerkreisläufe können das Risiko erhöhen, dass infizierte Zecken wiederum auf Menschen übergehen.

Einschätzung und Schutzmaßnahmen

Das RKI stuft das Risiko in Deutschland derzeit als gering ein, wenngleich die klimatischen Bedingungen und zunehmende Importvorkommen von Hyalomma-Zecken Anlass zur Aufmerksamkeit geben.

Krim-Kongo-Virus CCHF

Symbolfoto Krim-Kongo-Virus CCHF Probe: iStock/Kitsawet Saethao

Experten empfehlen Schutzmaßnahmen wie das Tragen von schützender Kleidung, Zeckenschutzmittel und erhöhte Aufmerksamkeit in heißen Monaten. Zudem wird die Überwachung von Wildtierpopulationen und Zeckenbeständen als wichtiger Indikator für die Ausbreitung des Virus betrachtet.

Quellen:
n-tv.de: „Krim-Kongo-Virus breitet sich in Europa aus – Wie groß ist die Gefahr für Deutschland?“ – https://www.n-tv.de/wissen/Krim-Kongo-Virus-breitet-sich-in-Europa-aus-Wie-gross-ist-die-Gefahr-fuer-Deutschland-article26063038.html

RKI – Krim-Kongo Hämorrhagisches Fieber (CCHF) Infoseite –  https://www.rki.de/DE/Themen/Infektionskrankheiten/Infektionskrankheiten-A-Z/K/Krim-Kongo-haemorrhagisches-Fieber/cchf-node.html

n-tv.de: „Krim-Kongo-Fieber bei Tieren in Frankreich entdeckt“ – https://www.n-tv.de/wissen/Krim-Kongo-Fieber-erstmals-bei-Tieren-in-Frankreich-entdeckt-fuer-Menschen-potenziell-toedlich-article26055920.html

Wikipedia: Hyalomma – https://de.wikipedia.org/wiki/Hyalomma

T-Online: „Gefährliches Krim-Kongo-Virus erreicht deutsches Nachbarland“ – https://www.t-online.de/gesundheit/aktuelles/id_100931014/gefaehrliches-krim-kongo-virus-erreicht-deutsches-nachbarland.html

n-tv.de: Artikel über Hyalomma als „Jagdzecke“ – allgemeines Zeckenthema – https://www.n-tv.de/thema/zecken

(abgerufen am 02.10.2025 um 06:49 Uhr)

Quellen: Snow Leopard Foundation / Snow Leopard Trust, Pressemitteilung „Pakistan’s First Nationwide Snow Leopard Count Reveals Eye-Opening Results“, veröffentlicht am 17. September 2025. Abrufbar unter: snowleopard.org (abgerufen am 23.09.2025, 15:42 Uhr).

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