Symbolfoto Jane Goodall: iStock/Shikhar Bhattarai
Jane Goodalls Leben war geprägt von Mut, Neugier und unermüdlichem Einsatz für Tiere und Umwelt. Ohne formale wissenschaftliche Ausbildung begann sie ihre Studien mit Schimpansen in Afrika und legte damit den Grundstein für neue Perspektiven in der Biologie, Ethologie und im Naturschutz. Bis zu ihrem Tod setzte sie sich weltweit für das Wohl von Primaten, die Bewahrung von Lebensräumen und die Förderung junger Menschen ein.
Jane Goodall wurde am 3. April 1934 in London geboren. Bereits als Kind zeigte sie große Liebe zu Tieren und Natur. Ihre Leidenschaft führte sie 1957 nach Kenia, wo sie den Paläoanthropologen Louis Leakey traf. Leakey erkannte ihr Potential und ermöglichte ihr 1960 den ersten Forschungsaufenthalt im Gombe-Stream-Nationalpark in Tansania. Dort begann sie, Schimpansen über lange Zeiträume hinweg zu beobachten und entdeckte unter anderem ihr Werkzeuggebrauch und komplexes Sozialverhalten. (vgl. Reuters)
Forschung und Erkenntnisse im Gombe
Ihr Forschungsansatz war unkonventionell: Sie lebte nahe bei den Tieren, gab ihnen Namen anstatt Nummern und beobachtete über Jahrzehnte hinweg ihr Verhalten. Dank ihrer Arbeit wurde klar, dass Schimpansen Emotionen zeigen, Werkzeuge herstellen und soziale Strukturen aufweisen – Merkmale, die zuvor oft nur dem Menschen zugeschrieben wurden. (vgl. Washington Post)
Wandel zur Umweltaktivistin
In den 1970er Jahren weitete Goodall ihr Engagement auf Umweltschutz aus. 1977 gründete sie das Jane Goodall Institute mit dem Ziel, Primaten zu schützen, Lebensräume zu bewahren und junge Menschen zu motivieren. (vgl. Wikipedia)
Ihr Programm Roots & Shoots motivierte global Jugendliche zu lokalem Umweltengagement.
Tod und bleibendes Erbe
Am 1. Oktober 2025 verstarb Jane Goodall während einer Vortragsreise in Kalifornien friedlich aus natürlichen Ursachen. (vgl. Reuters)
Ihr Tod markiert das Ende einer Ära, doch ihr Einfluss lebt weiter: Forschung, Bildung und Schutzprojekte, die sie initiiert hat, wirken fort. In vielen Ländern wird sie als Symbol für Mitgefühl und wissenschaftliche Integrität geehrt.
In ihrem Leben zeigte sie, dass eine einzelne Person mit Leidenschaft und Beständigkeit die Sicht auf Natur und Mensch verändern kann.
Quellen:
- Reuters – Meldung „Wildlife advocate and primate expert Jane Goodall dies at 91“, abgerufen am 01. Oktober 2025
- The Guardian – „Jane Goodall, world-renowned primatologist, dies aged 91“, abgerufen am 01. Oktober 2025
- People – „Jane Goodall Dies at 91 While on Speaking Tour: She Was a 'Tireless Advocate' for Nature“, abgerufen am 01. Oktober 2025
- Washington Post – Nachruf und Rückblick auf Goodalls Lebenswerk, abgerufen am 01. Oktober 2025
- Jane Goodall Institut – Programme und Aktivitäten
- Wikipedia – Jane Goodall, Hintergrundinformationen
Weitere Beiträge
Steinbock
Der Alpensteinbock (Capra ibex) lebt in den steilen Bergregionen der Alpen und ist perfekt an das raue Gebirgsklima angepasst. Seine Nahrung besteht hauptsächlich aus Gräsern und Kräutern, und er findet Schutz in hohen Felswänden. Durch Schutzmaßnahmen sind die Bestände heute stabil, obwohl der Steinbock einst fast ausgerottet war.
Murmeltier
Das Murmeltier ist ein meisterhafter Gräber und lebt in unterirdischen Bauten, die es vor Kälte und Raubtieren schützen. Im Sommer frisst es sich eine dicke Fettschicht an, um den langen Winterschlaf zu überstehen. Murmeltiere leben in Familiengruppen und warnen sich gegenseitig mit schrillen Pfiffen vor Gefahren – eine eindrucksvolle Anpassung an das Leben in freier Wildbahn.
Eisbär
Der Eisbär (Ursus maritimus) ist das größte an Land lebende Raubtier und lebt in Europas nördlichen Polarregionen, insbesondere auf Spitzbergen. Diese beeindruckenden Einzelgänger verbringen viel Zeit auf dem Meereis, wo sie hauptsächlich Robben jagen und sich hervorragend an die eisigen Temperaturen angepasst haben. Doch die Bedrohung durch den Klimawandel und das Schmelzen des arktischen Eises gefährdet zunehmend ihren Lebensraum.
Rentier
Das Rentier, wissenschaftlich Rangifer tarandus, ist ein an die Kälte angepasstes Säugetier, das in großen Herden durch die Tundra und die borealen Wälder der Nordhalbkugel zieht. Mit einer Schulterhöhe von bis zu 150 cm und einem breiten Nahrungsspektrum ist das Rentier optimal auf das raue Klima seiner Heimat eingestellt.
Wildschwein
Das Wildschwein ist der gemütliche Waldbewohner. Die Urform unserer Hausweine kann weit laufen und schwimmen. Wenn es im Wald nach Maggi riecht, sind oder waren Wildschweine in der Nähe.
Marderhund
Der Marderhund sieht dem Waschbären zwar sehr ähnlich, ist aber nicht mit ihm verwandt. In Japan gilt er als Fabeltier. Er kam zu uns durch Pelztierfarmen und durch das aussetzten für die Jagd nach Europa.
Reh
Das Reh ist in Europa die kleinste und auch am häufigsten vorkommende Hirschart. Wildbrücke zeigt dir noch mehr spanende Fakten rund ums Reh.
Luchs
Er ist nach dem Bär und dem Wolf der drittgrößte Beutegreifer Europas. Wildbrücke zeigt dir noch mehr spannende Fakten zum Luchs.
Maulwurf
Der Europäische Maulwurf (Talpa europaea) ist ein faszinierender Tunnelbauer, der unter der Erde ein verborgenes Reich erschafft. Mit seinen kräftigen Pfoten gräbt er weite Gänge, um Würmer und Insekten zu jagen. Entdecke, warum Maulwürfe trotz ihrer Hügel im Garten nützliche Helfer für das Ökosystem sind und welche erstaunlichen Fähigkeiten sie besitzen!
Dachs
Dachse bringen ihre Nahrung nicht mit in den Bau und ihren Toilettengang verrichten sie in Gemeinschaftstoiletten weit weg vom Bau.









