Foto Schneeeule: iStock/James Pintar
Die Schneeeule gilt als Sinnbild für eisige Wildnis und gehört zu den eindrucksvollsten Vögeln der nördlichen Hemisphäre. Mit ihrer nahezu reinweißen Gefiederfarbe, den leuchtend gelben Augen und dem majestätischen Flugverhalten wirkt sie fast wie ein Fabelwesen. Auch wenn sie in Deutschland nur selten auftaucht, ist sie bei Vogelbeobachtern und Naturfreunden in ganz Europa sehr geschätzt. Der Schneeeule Steckbrief fasst die wichtigsten Fakten über dieses faszinierende Tier zusammen und zeigt, warum sie trotz ihrer Seltenheit hierzulande Aufmerksamkeit verdient.
Schneeeule Ruf
Schneeeule Steckbrief: Merkmale und Aussehen
Im Schneeeule Steckbrief fällt sofort das auffällige Federkleid ins Auge. Das Gefieder der Männchen ist meist fast komplett weiß, während Weibchen und Jungtiere eine deutlich stärkere schwarze Bänderung aufweisen. Mit einer Körpergröße von bis zu 66 cm und einem Gewicht von bis zu 3 Kilogramm gehört sie zu den größeren Eulenarten. Besonders markant sind die großen gelben Augen, die aus dem runden, flachen Gesichtsfeld leuchten. Anders als viele heimische Eulen ist die Schneeeule auch tagsüber aktiv.
Foto Schneeeule: iStock/Paul Hartley
Schneeeule Steckbrief: Lebensraum und Vorkommen
Der typische Lebensraum der Schneeeule sind die offenen, kargen Landschaften der Arktis, insbesondere die Tundra. Hier kann sie sich mit ihrem weißen Federkleid perfekt tarnen. In Deutschland ist sie nur ein sehr seltener Wintergast, der meist in besonders kalten Jahren aus dem Norden bis zu uns vordringt. Solche Beobachtungen bleiben eine Rarität und sind vor allem in offenen Mooren oder Küstengebieten möglich, die ihrem natürlichen Lebensraum ähneln.
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Schneeeule Steckbrief: Ernährung und Jagdverhalten
Die Hauptnahrung der Schneeeule besteht aus Lemmingen, die sie in arktischen Regionen in großer Zahl jagt. Bei geringerem Angebot weicht sie auch auf Mäuse, kleine Vögel oder Hasen aus. Besonders bemerkenswert ist ihr Jagdverhalten, denn sie ist nicht nur nachtaktiv, sondern jagt häufig auch am Tag oder in der Dämmerung. Dank ihres hervorragenden Gehörs und lautlosen Flugs kann sie ihre Beute fast unbemerkt ergreifen.
Schneeeule Steckbrief: Fortpflanzung und Verhalten
Zur Brutzeit von Mai bis Juli lebt die Schneeeule paarweise und errichtet ihr Nest am Boden. Die Anzahl der Eier ist stark vom Nahrungsangebot abhängig – in Jahren mit vielen Lemmingen können es bis zu 11 Eier sein. Außerhalb der Brutzeit lebt sie meist einzeln. Während Polarfüchse oder Raubmöwen natürliche Feinde der Küken sind, ist der Mensch durch Lebensraumverlust und Störungen eine der größten Gefahren für die Schneeeule.
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Die Schneeeule ist ein faszinierendes Beispiel für die Anpassung an extreme Lebensräume und vereint Größe, Eleganz und Überlebenskunst auf einzigartige Weise. Auch wenn sie in Deutschland nur selten zu sehen ist, begeistert sie durch ihre Erscheinung und Lebensweise nicht nur Vogelkundler, sondern auch ein breites Publikum in ganz Europa. Ein Blick auf den Schneeeule Steckbrief zeigt, wie besonders dieser Vogel unter den Eulen ist.
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