Foto Tannenmeise Nest: iStock/Henri Lehtola
Die Tannenmeise gehört zu den interessantesten Meisenarten, die in Deutschland und vielen anderen Regionen Europas vorkommen. Als Teil der großen Familie der Meisen bewohnt sie vor allem Nadelwälder und zeichnet sich durch ihre Anpassungsfähigkeit und ihr lebhaftes Verhalten aus. Trotz ihrer geringen Größe spielt sie eine wichtige Rolle im Ökosystem, indem sie zahlreiche Insekten vertilgt.
Tannenmeise Gesang
Merkmale der Tannenmeise im Vergleich zu anderen Meisenarten
Die Tannenmeise ist mit nur etwa 11 Zentimetern Körperlänge die kleinste heimische Meisenart. Auffällig sind ihre schwarze Kopfkappe mit weißem Nackenfleck sowie das zarte Gefieder in Grau und Beige. Im Gegensatz zur Kohlmeise oder Blaumeise wirkt sie viel schlanker und leichter. Ihre leisen Rufe unterscheiden sich ebenfalls deutlich von den kräftigeren Gesängen anderer Meisenarten.
Foto Tannenmeise: ANTONIO CORDERO AGUILAR
Lebensraum der Tannenmeise und anderer Meisenarten
Während Kohl- und Blaumeisen bevorzugt in Gärten, Parks und Mischwäldern anzutreffen sind, findet man die Tannenmeise fast ausschließlich in Nadelwäldern, besonders in Fichten- und Tannenbeständen. Dort sucht sie in den Baumkronen nach Nahrung und baut ihr Nest in kleinen Baumhöhlen oder in alten Spechthöhlen. Die klare Bindung an diesen speziellen Lebensraum macht sie einzigartig unter den Meisenarten.
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Ernährung der Tannenmeise im Jahresverlauf
Die Tannenmeise ernährt sich überwiegend von Insekten, Spinnen und Larven, die sie geschickt in den Nadeln der Bäume findet. Im Winter stellt sie ihre Nahrung um und frisst Samen und kleine Nadelbaumfrüchte. Damit unterscheidet sie sich von anderen Meisenarten, die stärker auf menschliche Futterquellen in Gärten zurückgreifen. Ihr Suchverhalten ist flink und oft begleitet von akrobatischen Bewegungen zwischen den Zweigen.
Sozialverhalten und Fortpflanzung
Wie andere Meisenarten lebt auch die Tannenmeise in der Brutzeit monogam. Das Weibchen legt meist 6 bis 9 Eier, die es im Nest auspolstert und allein bebrütet, während das Männchen Nahrung herbeischafft. Außerhalb der Brutzeit ist die Tannenmeise gesellig und schließt sich häufig kleinen Trupps mit anderen Singvögeln an, um im Schwarm auf Nahrungssuche zu gehen. Dieses Verhalten erhöht die Sicherheit gegenüber Gefahren und erleichtert die Futtersuche.
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Die Tannenmeise zeigt eindrucksvoll, wie vielfältig die Meisenarten in Europa sind. Mit ihren besonderen Merkmalen, ihrer engen Bindung an Nadelwälder und ihrem lebhaften Verhalten trägt sie dazu bei, die Vielfalt der Vögel sichtbar zu machen und zu erhalten.
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