Basstölpel - Vögel in Europa

Foto: iStock/Ray Orton

Name:

Basstölpel

Wissenschaftlicher Name:

Morus bassanus

Klasse:

Vögel

Ordnung:

Ruderfüßer (Suliformes)

Familie:

Tölpel (Sulidae)

Aussehen

Größe:

85–100 cm

Gewicht:

2,5–3,5 kg

Alter:

Bis zu 35 Jahre

Nahrung

Hauptsächlich frisst der Basstölpel Fische wie Makrelen und Heringe, gelegentlich auch Tintenfische. Er jagt, indem er aus großer Höhe im Sturzflug mit angelegten Flügeln ins Wasser eintaucht – oft mit einer Geschwindigkeit von über 100 km/h.

Verbreitung

Der Basstölpel lebt im Nordatlantik und entlang der nordeuropäischen Küsten. Besonders große Kolonien gibt es in Schottland, Norwegen, Island und Deutschland – etwa auf Helgoland, wo die Art seit Jahrzehnten erfolgreich brütet.

Basstölpel Flugbild

Basstölpel Flugbild - Vögel in Europa

Heimsich oder Invasiv

In Deutschland ist der Basstölpel an der Nordseeküste, vor allem auf der Insel Helgoland, heimisch.

Lebensweise

Basstölpel sind tagaktive Wildtiere, die in Kolonien brüten. Sie leben meist monogam und kehren jedes Jahr an denselben Brutplatz zurück.

Lebensraum

Ihr bevorzugter Lebensraum sind steile Meeresklippen und einsame Inseln, von wo aus sie zu weiten Jagdflügen über den offenen Ozean starten.

Feinde

Zu den natürlichen Feinden zählen Großmöwen, die Eier und Jungvögel rauben, sowie der Seeadler. Die größte Bedrohung ist jedoch der Mensch, insbesondere durch Plastikmüll, in dem sich die Vögel verfangen, und durch Fischernetze, in denen sie ertrinken können.

Interessante Fakten

  • Der Basstölpel kann beim Sturzflug über 100 km/h erreichen.
  • Auf Helgoland lebt die einzige Brutkolonie Deutschlands.
  • Er taucht bis zu 10 Meter tief, um Fische zu erbeuten.
  • Der Name „Tölpel“ stammt von der unbeholfenen Fortbewegung an Land.
  • Basstölpel paaren sich lebenslang mit demselben Partner.
  • Sie besitzen eine Luftpolsterhaut, die den Aufprall beim Tauchen abfedert.
  • Junge Basstölpel sind anfangs braun gesprenkelt und färben sich erst nach 4–5 Jahren weiß.
  • Die Kolonie auf Bass Rock in Schottland zählt über 150.000 Vögel – die größte der Welt.
  • Basstölpel können im Flug mehr als 500 Kilometer am Tag zurücklegen.
  • Sie gelten als ökologische Indikatoren, da ihr Bruterfolg viel über den Fischbestand verrät.

Häufig gestellte Fragen

Wo lebt der Basstölpel in Deutschland?

An der Nordseeküste, vor allem auf der Insel Helgoland, wo die einzige deutsche Brutkolonie existiert.

Wie erkennt man einen Basstölpel?

Am weiß-gelben Kopf, dem langen, spitzen Schnabel und den schwarzen Flügelspitzen.

Was frisst der Basstölpel?

Er jagt Fische und Tintenfische, die er im Sturzflug aus dem Meer holt.

Wie alt wird ein Basstölpel?

Bis zu 35 Jahre, in Einzelfällen auch älter.

Ist der Basstölpel gefährdet?

Regional gefährdet durch Plastikmüll und Überfischung, global aber stabil.

Wann brütet der Basstölpel?

Zwischen März und September, meist nur ein Junges pro Jahr.

Kann der Basstölpel tauchen?

Ja, er ist ein ausgezeichneter Stoßtaucher und erreicht Tiefen bis 10 Meter.

Warum heißt er Basstölpel?

Nach der schottischen Insel Bass Rock, einem seiner ältesten Brutgebiete.

Fliegt der Basstölpel im Winter weg?

Viele ziehen im Winter Richtung Südeuropa oder Nordafrika, kehren aber im Frühjahr zurück.

Welche Rolle spielt der Basstölpel im Ökosystem?

Er reguliert Fischpopulationen und dient Forschern als Indikator für Meeresgesundheit.

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