Purpurreiher - Vögel in Europa

Foto: iStock/Nalin Rathnayake

Name:

Purpurreiher

Wissenschaftlicher Name:

Ardea purpurea

Klasse:

Vögel

Ordnung:

Schreitvögel

Familie:

Reiher

Aussehen

Größe:

etwa 78 bis 90 Zentimeter

Gewicht:

etwa 500 bis 1.350 Gramm

Alter:

bis zu 15 Jahre

Nahrung

Der Purpurreiher ernährt sich hauptsächlich von Fischen, Amphibien, Insekten und gelegentlich kleinen Reptilien oder anderen Kleintieren, die er im flachen Wasser oder im Schilf erbeutet.

Verbreitung

Die Art ist in großen Teilen Süd- und Mitteleuropas verbreitet und brütet außerdem in Teilen Afrikas und Asiens.

Heimsich oder Invasiv

In Deutschland gilt der Purpurreiher als seltene Brutvogelart, die vor allem in großen Schilfgebieten vorkommt.

Lebensweise

Der Purpurreiher ist ein Zugvogel, der seine europäischen Brutgebiete im Herbst verlässt und überwiegend in Afrika überwintert.

Lebensraum

Er lebt vor allem in Schilfgebieten, an Seen, Flüssen und anderen Feuchtgebieten mit dichter Vegetation.

Feinde

Zu den natürlichen Feinden gehören Greifvögel sowie Wildtiere, die Nester plündern können.

Interessante Fakten

  • Der Purpurreiher gehört zu den seltensten Reiherarten Mitteleuropas.
  • Sein Gefieder besitzt eine auffällige rötlich braune Färbung.
  • Er ist deutlich schlanker als der Graureiher.
  • Die Art ist ein typischer Bewohner dichter Schilfgebiete.
  • Während der Jagd bewegt er sich sehr langsam und vorsichtig.
  • Purpurreiher bauen ihre Nester meist im Schilf.
  • Ihre Brutkolonien können aus mehreren Paaren bestehen.
  • Sie sind hervorragende Jäger im flachen Wasser.
  • Im Flug wirken sie elegant mit langem Hals und breiten Flügeln.
  • Der Purpurreiher überwintert meist in Afrika südlich der Sahara.

Häufig gestellte Fragen

Wo lebt der Purpurreiher?

Er lebt vor allem in Schilfgebieten an Seen und Flüssen.

Ist der Purpurreiher in Deutschland selten?

Ja, er gilt als seltene Brutvogelart.

Ist der Purpurreiher ein Zugvogel?

Ja, er überwintert meist in Afrika.

Woran erkennt man ihn?

An seinem schlanken Körper und der rötlichen Gefiederfärbung.

Wann kann man ihn in Europa beobachten?

Vor allem während der Brutzeit im Sommer.

Kostenlos herunterladen im Downloadbereich

Purpurreiher Steckbrief - Vögel in Europa

Weitere Interessante und spannende Artikel

Wintergoldhähnchen

Wintergoldhähnchen

Kaum größer als ein Daumen, aber immer in Bewegung – das Wintergoldhähnchen ist ein wahres Naturwunder. In ganz Deutschland verbreitet, lebt es hauptsächlich in Nadelwäldern und beeindruckt mit seinem leuchtend gelben Scheitel und seinem pausenlosen Futtersuchen. Trotz seiner Winzigkeit trotzt es selbst dem kalten Winterwetter mit erstaunlicher Ausdauer.

mehr lesen
Tannenmeise

Tannenmeise

Die Tannenmeise ist ein häufiger, aber oft übersehener Waldvogel in Deutschland. Mit ihrer Vorliebe für Nadelbäume, ihrem schnellen Flug und dem schwarz-weißen Kopfmuster gehört sie zu den typischen Arten unserer Wälder. Besonders aktiv ist sie beim Klettern an Stämmen und beim Sammeln von Insekten – ein faszinierender kleiner Vogel mit großem Energiebedarf.

mehr lesen
Schwanzmeise

Schwanzmeise

Die Schwanzmeise ist ein auffällig kleiner Vogel mit einem unverhältnismäßig langen Schwanz. Trotz ihrer geringen Körpergröße ist sie durch ihr kunstvoll gebautes Nest, ihr enges Sozialleben und ihr akrobatisches Verhalten besonders faszinierend. In ganz Deutschland heimisch, lässt sie sich besonders gut im Winter in Gruppen beobachten.

mehr lesen
Kernbeißer

Kernbeißer

Der Kernbeißer ist einer der kräftigsten Finkenvögel in Europa und fällt besonders durch seinen massiven Schnabel auf. In Deutschland ist er in Laub- und Mischwäldern weit verbreitet, bleibt aber durch seine heimliche Lebensweise oft unentdeckt. Seine Spezialität: das Knacken harter Samen, an dem andere Vögel scheitern.

mehr lesen
Puffin

Puffin

Der Puffin ist einer der auffälligsten Seevögel Europas und zieht mit seinem bunten Schnabel alle Blicke auf sich. Auch wenn er in Deutschland nur selten zu sehen ist, begeistert er Vogelbeobachter an der Nordsee, besonders rund um Helgoland. Seine Lebensweise, sein Tauchverhalten und seine Fortpflanzung machen ihn zu einem faszinierenden Tier, das europaweit unter Schutz steht.

mehr lesen
Haussperling

Haussperling

„Tschilp, tschilp!“ – der Klang der Stadt wäre ohne ihn kaum denkbar: der Haussperling. Früher allgegenwärtig, ist er heute mancherorts seltener geworden. Als anpassungsfähiger Kulturfolger lebt er in Dörfern wie Großstädten, nistet in Mauerlöchern und frisst, was er findet – von Insekten bis zum Brötchenkrümel. Doch trotz seiner Nähe zum Menschen ist sein Lebensraum bedroht: Versiegelung, sterile Neubauten und Insektenmangel machen dem Spatz zu schaffen. Zeit, ihn wieder willkommen zu heißen.

mehr lesen
Zilpzalp

Zilpzalp

Klein, flink und fast unsichtbar im Geäst – der Zilpzalp verrät sich meist nur durch seinen charakteristischen Gesang: „zilp-zalp-zilp-zalp“. Als einer der ersten Zugvögel kehrt er jedes Frühjahr nach Deutschland zurück und macht sich sofort an die Arbeit: Reviere sichern, singen, Insekten jagen, Nester bauen. In Gärten, Parks und Hecken leistet der Zilpzalp wertvolle Arbeit als natürlicher Schädlingsbekämpfer – ein heimlicher Held der heimischen Vogelwelt.

mehr lesen
Kanadagans

Kanadagans

Mit ihrer imposanten Größe, dem schwarzen Hals und dem weißen Kinnband ist die Kanadagans nicht zu übersehen. Ursprünglich aus Nordamerika eingeführt, gehört sie heute fest zum Bild vieler Seen und Stadtparks in Deutschland. Ob in der V-Formation am Himmel oder grasend am Ufer – diese intelligente, soziale Vogelart hat sich eindrucksvoll an unsere Kulturlandschaften angepasst. Doch ihr Erfolg bringt auch Herausforderungen: Überpopulation, Fütterung durch Menschen und Konflikte mit anderen Arten werfen Fragen zum Umgang mit ihr auf.

mehr lesen
Goldammer

Goldammer

Leuchtend gelb und unverkennbar – die Goldammer gehört zu den charmantesten Vögeln unserer Feldflur. Ihr melodischer Gesang begleitet Spaziergänger durch Wiesen und Hecken, besonders im Frühling. Als Kulturfolger profitiert sie von strukturreichen Agrarlandschaften – doch gerade diese verschwinden zunehmend. Mit einfachen Maßnahmen wie Heckenpflege und Blühstreifen können wir dazu beitragen, diesen liebenswerten Singvogel zu erhalten und unsere Landschaft zu beleben.

mehr lesen
Schneeeule

Schneeeule

Wenn eine Schneeeule über Deutschlands Küstengebiete streicht, ist das ein besonderes Naturschauspiel. Diese geheimnisvolle Eule aus dem hohen Norden fasziniert mit ihrem weißen Federkleid, durchdringendem Blick und nahezu lautlosem Flug. Als Symboltier der Arktis steht sie für unberührte Wildnis – und für die Verletzlichkeit ökologischer Gleichgewichte. Ihre seltenen Besuche in Mitteleuropa erinnern uns daran, wie stark globale Veränderungen auch unsere heimische Vogelwelt betreffen.

mehr lesen
Veröffentlicht am

WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner