Seidenschwanz - Vögell in Europa

Foto: iStock/JMrocek

Name:

Seidenschwanz

Wissenschaftlicher Name:

Bombycilla garrulus

Klasse:

Vögel

Ordnung:

Sperlingsvögel

Familie:

Seidenschwänze

Aussehen

Größe:

18–21 cm

Gewicht:

45–70 g

Alter:

bis zu 13 Jahre

Nahrung

Besonders im Herbst und Winter ernährt sich der Seidenschwanz hauptsächlich von Beeren und Früchten, darunter Vogelbeeren, Weißdornfrüchte und Äpfel. Während der Brutzeit spielen auch Insekten eine wichtige Rolle.

Verbreitung

Die Brutgebiete liegen vor allem in den nördlichen Regionen Europas und Asiens. Im Winter ziehen Seidenschwänze teilweise weit nach Mittel-, West- und Südeuropa.

Heimsich oder Invasiv

Der Seidenschwanz ist ein heimischer Brutvogel Nordeuropas. In Deutschland ist er überwiegend ein unregelmäßiger Wintergast.

Lebensweise

Außerhalb der Brutzeit ziehen Seidenschwänze häufig in Schwärmen umher und suchen gezielt nach Bäumen und Sträuchern mit einem reichen Beerenangebot.

Lebensraum

Im Norden bewohnt die Art vor allem Nadel- und Mischwälder. Während des Winters findet man sie auch in Parks, Gärten, Alleen und Siedlungen mit fruchttragenden Gehölzen.

Feinde

Zu seinen natürlichen Feinden zählen vor allem Greifvögel und Eulen. Eier und Jungvögel können zudem von verschiedenen Nesträubern erbeutet werden.

Interessante Fakten

  • Der Seidenschwanz besitzt eine auffällige Federhaube, die er aufstellen kann.
  • An den Flügeln erwachsener Tiere können kleine rote, wachsartig wirkende Federspitzen zu sehen sein.
  • Die schwarze Gesichtsmaske gehört zu seinen auffälligsten Erkennungsmerkmalen.
  • In manchen Wintern erscheinen plötzlich ungewöhnlich viele Seidenschwänze in Mitteleuropa.
  • Solche starken Einflüge werden als Invasionen oder Invasionsjahre bezeichnet.
  • Im Winter besteht seine Nahrung zu einem großen Teil aus Beeren und Früchten.
  • Seidenschwänze können innerhalb kurzer Zeit erstaunlich große Mengen an Beeren fressen.
  • Der gelbe Abschluss des Schwanzes ist bereits aus einiger Entfernung gut zu erkennen.
  • Außerhalb der Brutzeit ziehen die Vögel häufig in größeren Schwärmen umher.
  • Trotz seines auffälligen Aussehens kann ein ruhender Seidenschwanz zwischen kahlen Ästen erstaunlich leicht übersehen werden.

Häufig gestellte Fragen

Wie erkennt man einen Seidenschwanz?

Besonders auffällig sind die Federhaube, die schwarze Gesichtsmaske, das weiche graubraune Gefieder und die gelbe Schwanzspitze.

Wo lebt der Seidenschwanz?

Seine Brutgebiete liegen vor allem in den nördlichen Wäldern Europas und Asiens. Im Winter erscheint er auch weiter südlich.

Ist der Seidenschwanz in Deutschland heimisch?

In Deutschland ist er normalerweise kein regelmäßiger Brutvogel, sondern vor allem ein Wintergast.

Wann kann man Seidenschwänze in Deutschland beobachten?

Die besten Chancen bestehen im Spätherbst und Winter, wobei die Zahl der Tiere von Jahr zu Jahr stark schwanken kann.
Kostenlos bei Wildbrücke

Seidenschwanz-Steckbrief kostenlos erhalten

Dein Steckbrief ist Teil unserer großen Sammlung mit über 200 Wildtier-Steckbriefen und Vergleichen.

Seidenschwanz-Steckbrief
200+Steckbriefe & Vergleiche
Steckbrief ansehen →
✓ über 200 Tier-Steckbriefe ✓ praktische Artenvergleiche ✓ kostenlos entdecken
Auch besonders beliebtWischen →
Unterschied Reiher und Kranich #1
Unterschied Reiher und Kranich 3.842 Downloads
Unterschied Buntspecht und Grünspecht #2
Unterschied Buntspecht und Grünspecht 3.808 Downloads
Rotkehlchen Steckbrief #3
Rotkehlchen Steckbrief 2.861 Downloads
Du möchtest deinen Steckbrief direkt?

Kostenlose Wildtier-Steckbriefe

Hol dir spannende Steckbriefe und Naturwissen direkt in dein E-Mail-Postfach.

Du möchtest erst sehen, was dich erwartet? Steckbriefsammlung entdecken →

Weitere Interessante und spannende Artikel

Baumfalke

Baumfalke

Der Baumfalke ist ein eleganter Greifvogel, der besonders durch seine wendigen Flugmanöver auffällt. Er ist in Deutschland zwar selten, aber in offenen Landschaften mit angrenzenden Wäldern und Feuchtgebieten anzutreffen. Als Spezialist für die Jagd auf fliegende Insekten und Kleinvögel ist er im Sommerhalbjahr bei uns zu beobachten – ein faszinierender Flugkünstler mit Zugtrieb.

mehr lesen
Schwarzspecht

Schwarzspecht

Der Schwarzspecht ist der größte heimische Specht Europas und fällt durch sein komplett schwarzes Gefieder und den roten Scheitel auf. Mit kräftigem Schnabel meißelt er Bruthöhlen in alte Bäume, die später auch von anderen Waldtieren genutzt werden. In Deutschland ist er weit verbreitet und ein wichtiger Teil des Waldökosystems.

mehr lesen
Sommergoldhähnchen

Sommergoldhähnchen

Das Sommergoldhähnchen ist der bunte, aktive Verwandte des Wintergoldhähnchens und bezaubert mit seinem orangen Scheitel und dem lebhaften Gesang. In Deutschland ist es in Laub- und Mischwäldern verbreitet, doch durch seine geringe Größe und flinke Lebensweise bleibt es oft unentdeckt. Wer es beobachten will, muss genau hinhören und in den Baumwipfeln Ausschau halten.

mehr lesen
Wintergoldhähnchen

Wintergoldhähnchen

Kaum größer als ein Daumen, aber immer in Bewegung – das Wintergoldhähnchen ist ein wahres Naturwunder. In ganz Deutschland verbreitet, lebt es hauptsächlich in Nadelwäldern und beeindruckt mit seinem leuchtend gelben Scheitel und seinem pausenlosen Futtersuchen. Trotz seiner Winzigkeit trotzt es selbst dem kalten Winterwetter mit erstaunlicher Ausdauer.

mehr lesen
Tannenmeise

Tannenmeise

Die Tannenmeise ist ein häufiger, aber oft übersehener Waldvogel in Deutschland. Mit ihrer Vorliebe für Nadelbäume, ihrem schnellen Flug und dem schwarz-weißen Kopfmuster gehört sie zu den typischen Arten unserer Wälder. Besonders aktiv ist sie beim Klettern an Stämmen und beim Sammeln von Insekten – ein faszinierender kleiner Vogel mit großem Energiebedarf.

mehr lesen
Schwanzmeise

Schwanzmeise

Die Schwanzmeise ist ein auffällig kleiner Vogel mit einem unverhältnismäßig langen Schwanz. Trotz ihrer geringen Körpergröße ist sie durch ihr kunstvoll gebautes Nest, ihr enges Sozialleben und ihr akrobatisches Verhalten besonders faszinierend. In ganz Deutschland heimisch, lässt sie sich besonders gut im Winter in Gruppen beobachten.

mehr lesen
Kernbeißer

Kernbeißer

Der Kernbeißer ist einer der kräftigsten Finkenvögel in Europa und fällt besonders durch seinen massiven Schnabel auf. In Deutschland ist er in Laub- und Mischwäldern weit verbreitet, bleibt aber durch seine heimliche Lebensweise oft unentdeckt. Seine Spezialität: das Knacken harter Samen, an dem andere Vögel scheitern.

mehr lesen
Puffin

Puffin

Der Puffin ist einer der auffälligsten Seevögel Europas und zieht mit seinem bunten Schnabel alle Blicke auf sich. Auch wenn er in Deutschland nur selten zu sehen ist, begeistert er Vogelbeobachter an der Nordsee, besonders rund um Helgoland. Seine Lebensweise, sein Tauchverhalten und seine Fortpflanzung machen ihn zu einem faszinierenden Tier, das europaweit unter Schutz steht.

mehr lesen
Haussperling

Haussperling

„Tschilp, tschilp!“ – der Klang der Stadt wäre ohne ihn kaum denkbar: der Haussperling. Früher allgegenwärtig, ist er heute mancherorts seltener geworden. Als anpassungsfähiger Kulturfolger lebt er in Dörfern wie Großstädten, nistet in Mauerlöchern und frisst, was er findet – von Insekten bis zum Brötchenkrümel. Doch trotz seiner Nähe zum Menschen ist sein Lebensraum bedroht: Versiegelung, sterile Neubauten und Insektenmangel machen dem Spatz zu schaffen. Zeit, ihn wieder willkommen zu heißen.

mehr lesen
Zilpzalp

Zilpzalp

Klein, flink und fast unsichtbar im Geäst – der Zilpzalp verrät sich meist nur durch seinen charakteristischen Gesang: „zilp-zalp-zilp-zalp“. Als einer der ersten Zugvögel kehrt er jedes Frühjahr nach Deutschland zurück und macht sich sofort an die Arbeit: Reviere sichern, singen, Insekten jagen, Nester bauen. In Gärten, Parks und Hecken leistet der Zilpzalp wertvolle Arbeit als natürlicher Schädlingsbekämpfer – ein heimlicher Held der heimischen Vogelwelt.

mehr lesen
Veröffentlicht am • Zuletzt aktualisiert am