Symbolfoto Vogelfütterung: iStock/jellybean49
Die jährliche Vogelgrippe-Welle verunsichert viele Naturfreunde. Besonders Menschen, die ihre Gartenvögel regelmäßig füttern, fragen sich, ob das noch erlaubt oder gar riskant ist. Laut Einschätzungen des Naturschutzbunds Deutschland (NABU) und des Landesbunds für Vogelschutz (LBV) können Vogelfreunde aber aufatmen: Die Singvögel in unseren Gärten sind kaum gefährdet und dürfen auch während des Ausbruchs weiterhin gefüttert werden.
Wie der NABU auf seiner Webseite erklärt, betrifft die aktuelle Vogelgrippe-Variante vor allem Wasservögel wie Enten, Gänse und Schwäne.
Gartenvögel wie Meisen, Finken, Amseln oder Rotkehlchen spielen bei der Verbreitung der Krankheit dagegen nur eine untergeordnete Rolle.
Auch der LBV bestätigt, dass die Fütterung im Garten keine Gefahr für Mensch oder Tier darstellt. In der Mitteilung des bayerischen Verbandes heißt es, dass weder eine Übertragung auf Singvögel noch auf Menschen durch den Kontakt mit Futterstellen bekannt ist. Damit bleibt die Winterfütterung ein sicheres und sinnvolles Mittel, um Vögeln in der kalten Jahreszeit zu helfen.
Hygiene bleibt entscheidend – so geht’s richtig
Trotz Entwarnung gilt: Sauberkeit ist entscheidend. Sowohl NABU als auch LBV betonen, dass verschmutzte Futterstellen eine Gefahr darstellen können – nicht wegen der Vogelgrippe, sondern durch Bakterien und Parasiten.
Vogelfreunde sollten daher:
- Futterhäuser regelmäßig reinigen, idealerweise mit heißem Wasser.
- Futtersilos statt offener Schalen nutzen, um Kotkontakt zu vermeiden.
- Futterreste und Kot täglich entfernen, besonders bei stark frequentierten Plätzen.
- Futterstellen wechseln, um den Boden nicht zu stark zu verschmutzen.
Mit diesen einfachen Maßnahmen lässt sich das Risiko einer Krankheitsübertragung deutlich verringern, und die Tiere bleiben gesund.
Symbolfoto Vogelfutter-Silo: iStock/Dirk Hoffmann
Fütterung als Unterstützung – besonders im Winter wichtig
Gerade in kalten Wintern sind Futterstellen für viele Singvögel überlebenswichtig. Die Zahl der natürlichen Nahrungsquellen nimmt ab, besonders in städtischen Gebieten oder durch intensive Landwirtschaft.
Durch artgerechtes Futter – etwa Sonnenblumenkerne, Haferflocken, ungesalzene Nüsse oder Meisenknödel ohne Netz – können Hobby-Ornithologen einen wichtigen Beitrag leisten. Dabei sollte auf industrielle Brotstücke oder gewürzte Speisereste verzichtet werden, da sie den Vögeln schaden können.
Wer in diesen Wochen seine Singvögel füttert, braucht sich keine Sorgen zu machen: Laut NABU und LBV ist die Fütterung trotz der aktuellen Vogelgrippe-Lage sicher. Entscheidend sind Hygiene, regelmäßige Reinigung und der Einsatz geeigneter Futtersysteme. So können Menschen in ganz Europa weiterhin dazu beitragen, Meisen, Finken und Rotkehlchen sicher durch den Winter zu bringen.
Quellen (abgerufen am 04.11.2025)
Quelle: Naturschutzbund Deutschland (NABU) – „Tips zur Vogelfütterung: Trotz der Vogelgrippe dürfen Singvögel weiterhin ohne große Sorge gefüttert werden …“, abgerufen am 04.11.2025. https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/helfen/vogelfuetterung/index.html
Landesbund für Vogelschutz Bayern (LBV) – „Vogelgrippe: Darf man noch Vögel füttern?“, abgerufen am 04.11.2025. https://www.lbv.de/ratgeber/lebensraum-garten/voegel-fuettern/vogelgrippe-und-fuettern/
(abgerufen am 04.11.2025)
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