Foto: iStock/Philippe Clement
Klasse:
Vögel
Ordnung:
Regenpfeiferartige (Charadriiformes)
Familie:
Austernfischer (Haematopodidae)
Aussehen
Größe:
40–45 cm
Gewicht:
450–700 g
Alter:
Bis zu 40 Jahre
Nahrung
Seine Hauptnahrung besteht aus Muscheln, Würmern, Schnecken und kleinen Krebstieren. Mit seinem kräftigen Schnabel öffnet er geschickt Muschelschalen oder sticht Würmer aus dem Boden.
Verbreitung
Der Austernfischer ist entlang der Atlantikküste, der Nordsee und der Ostsee weit verbreitet. In Deutschland ist er vor allem an der Nordseeküste und auf den Inseln Schleswig-Holsteins und Niedersachsens anzutreffen.
Austernfischer Flugbild
Heimsich oder Invasiv
Er ist in ganz Nordeuropa heimisch und wird als Brutvogel regelmäßig in Deutschland beobachtet.
Lebensweise
Austernfischer sind tagaktive und gesellige Wildtiere, die in kleinen Gruppen oder Kolonien brüten. Sie sind territorial, verteidigen ihre Brutplätze energisch und zeigen ein ausgeprägtes Balzverhalten.
Lebensraum
Ihr bevorzugter Lebensraum sind Küstenregionen, Wattflächen, Salzwiesen und Sandstrände, wo sie reichlich Nahrung finden.
Feinde der Austernfischer
Zu ihren natürlichen Feinden zählen Möwen, Füchse, Rabenvögel und zunehmend der Mensch, der durch Küstenerosion und Tourismusdruck ihre Lebensräume einschränkt.
Interessante Fakten
- Der Austernfischer ist der Nationalvogel der Färöer-Inseln.
- Trotz seines Namens frisst er selten Austern – seine Hauptnahrung sind Miesmuscheln und Würmer.
- Er kann Muscheln geschickt aufhebeln, ohne sie zu zerbrechen.
- Austernfischer sind lautstarke Vögel mit typischen schrillen „Kliip“-Rufen.
- Sie brüten oft nur wenige Meter voneinander entfernt in Kolonien.
- Beide Eltern beteiligen sich an der Brut und Fütterung der Küken.
- Die Küken sind Nestflüchter und verlassen das Nest kurz nach dem Schlüpfen.
- Im Winter ziehen viele Austernfischer von Nordeuropa in mildere Küstenregionen.
- Sie nutzen Erinnerungsvermögen, um Nahrungsquellen wiederzufinden.
- Durch den Klimawandel verschieben sich ihre Brutzeiten zunehmend nach vorne.
Häufig gestellte Fragen
Wo lebt der Austernfischer in Deutschland?
Er lebt vor allem an der Nordsee, aber auch an der Ostseeküste und auf den Inseln wie Sylt, Amrum und Rügen.
Was frisst der Austernfischer wirklich?
Er ernährt sich hauptsächlich von Muscheln, Würmern, Schnecken und Krebstieren.
Warum heißt er Austernfischer, wenn er kaum Austern frisst?
Der Name stammt aus älteren Beobachtungen in England, wo man ihn häufig an Austernbänken sah.
Wie alt wird ein Austernfischer?
Er kann bis zu 40 Jahre alt werden – außergewöhnlich für einen Küstenvogel.
Wann brütet der Austernfischer?
Die Brutzeit liegt zwischen April und Juli.
Wie sieht der Austernfischer aus?
Er hat ein schwarz-weißes Gefieder, einen langen orangeroten Schnabel und rote Beine.
Ist der Austernfischer geschützt?
Ja, er steht unter gesetzlichem Schutz nach der EU-Vogelschutzrichtlinie.
Wie viele Eier legt der Austernfischer?
In der Regel legt er drei Eier, die etwa vier Wochen bebrütet werden.
Ist der Austernfischer ein Zugvogel?
Viele Populationen ziehen im Winter nach Westeuropa oder Südeuropa, andere bleiben als Standvögel.
Warum rufen Austernfischer so laut?
Die Rufe dienen der Revierverteidigung und der Kommunikation zwischen Paaren und Jungvögeln.
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Kornweihe
Die Kornweihe ist ein eleganter Greifvogel, der mit flachem Flugstil und auffälligem Federkleid besonders über offenen Landschaften zu beobachten ist. In Deutschland ist sie im Winterhalbjahr als Gastvogel zu sehen – ein faszinierender Jäger, der leise und ausdauernd über Felder streicht, immer auf der Suche nach Kleinsäugern und Vögeln.
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Der Fischadler ist ein eleganter Greifvogel mit auffälligem Gefieder und einer einzigartigen Jagdtechnik. In Deutschland ist er nur stellenweise heimisch, doch wo er brütet, lässt er sich gut beobachten – vor allem an fischreichen Seen und Flüssen. Als Spezialist für den Fischfang beeindruckt er mit präzisen Tauchflügen und kraftvollem Flugbild.
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