Foto: iStock/serkanmutan
Name:
Blässhuhn
Wissenschaftlicher Name:
Fulica atra
Klasse:
Vögel
Ordnung:
Kranichvögel (Gruiformes)
Familie:
Rallen (Rallidae)
Aussehen
Größe:
36–42 cm
Gewicht:
600–1.200 g
Alter:
Bis zu 18 Jahre
Nahrung
Die Nahrung besteht vor allem aus Wasserpflanzen, Samen, Insektenlarven, Schnecken und gelegentlich kleinen Fischen. Es taucht geschickt unter Wasser, um Nahrung zu finden.
Verbreitung
Das Blässhuhn ist in Europa, Asien, Nordafrika, Australien und Neuseeland verbreitet. In Deutschland ist es nahezu flächendeckend anzutreffen.
Blässhuhn Flugbild
Heimsich oder Invasiv
Das Blässhuhn gilt als heimischer Vogel und ist einer der häufigsten Wasservögel Deutschlands.
Lebensweise
Es ist ein Standvogel, zieht aber bei zugefrorenen Gewässern im Winter in mildere Regionen. Es ist tagaktiv und lebt meist paarweise.
Lebensraum
Typische Lebensräume sind Seen, Teiche, Flüsse und Kanäle mit dichter Ufervegetation. Besonders bevorzugt werden Gebiete mit ruhigem Wasser.
Feinde
Zu den natürlichen Feinden gehören Hechte, Raubvögel und Füchse. Der Mensch gefährdet das Blässhuhn vor allem durch Lebensraumverlust, Wasserverschmutzung und Freizeitaktivitäten an Gewässern.
Interessante Fakten
- Die weiße Stirnplatte des Blässhuhns ist ein eindeutiges Erkennungsmerkmal.
- Es kann bis zu 5 Meter tief tauchen, um Nahrung zu suchen.
- Blässhühner sind hervorragende Schwimmer und Taucher, aber nur mittelmäßige Flieger.
- Junge Blässhühner haben ein rötliches Gesicht und graues Daunenkleid.
- Im Winter bilden sie oft große Schwimmgemeinschaften.
- Blässhühner verteidigen ihr Nest aggressiv gegen andere Vögel.
- Ihr Nest wird häufig auf Schilfinseln oder Treibgut gebaut.
- Sie sind sehr anpassungsfähig und leben auch in Stadtparks oder künstlichen Gewässern.
- Ihr Ruf klingt wie ein lautes, scharfes „Kik-kik-kik“.
- Trotz ihrer Häufigkeit sind sie ein wichtiger Bioindikator für saubere Gewässer.
Häufig gestellte Fragen
Wo lebt das Blässhuhn in Deutschland?
Fast überall – an Seen, Teichen, Flüssen und Kanälen, selbst in städtischen Parks.
Was frisst das Blässhuhn?
Vor allem Wasserpflanzen, aber auch Insekten, Schnecken und Samen.
Ist das Blässhuhn ein Zugvogel?
Nur bedingt – es ist ein Standvogel, zieht aber bei Frost in mildere Regionen.
Warum heißt es Blässhuhn?
Wegen der weißen „Blesse“, einer Stirnplatte über dem Schnabel.
Kann das Blässhuhn fliegen?
Ja, aber nur auf kurzen Strecken – meist fliegt es in Bodennähe.
Blässhuhn-Steckbrief kostenlos erhalten
Dieser Steckbrief ist Teil unserer großen Sammlung mit über 200 Wildtier-Steckbriefen und Vergleichen – nach der Anmeldung erhältst du Zugriff auf die gesamte Sammlung.
#1
#2
#3
Kostenlose Wildtier-Steckbriefe
Hol dir spannende Steckbriefe und Naturwissen direkt in dein E-Mail-Postfach.
Welche Inhalte passen am besten zu dir?
Damit wir dir künftig die passenden Natur-Inhalte und Materialien schicken können.
Deine Steckbriefe warten auf dich!
Schau jetzt in dein E-Mail-Postfach und bestätige deine E-Mail-Adresse. Erst danach können wir dir die Steckbriefe zusenden.
Interessante und spannende Artikel
Halsbandsittich
Der Halsbandsittich bringt Farbe und Leben in unsere Städte – mit seinem leuchtend grünen Gefieder und seinem markanten Ruf ist er nicht zu überhören. Ursprünglich aus den Tropen stammend, hat er sich überraschend gut an das Leben in Deutschland angepasst. In Städten wie Köln und Wiesbaden ist er längst zum Teil des urbanen Lebensraums geworden – ein faszinierendes Beispiel für tierische Anpassungskraft im Anthropozän.
Auerhahn
Kaum ein anderer Vogel steht so symbolisch für die unberührte Waldwildnis wie der Auerhahn. Mit seinem eindrucksvollen Balzverhalten, seiner imposanten Größe und seiner stillen Lebensweise ist er ein heimlicher König der Wälder – doch seine Zukunft in Mitteleuropa hängt vom Schutz seiner sensiblen Lebensräume ab. In Deutschlands Hochlagen kämpft der Auerhahn ums Überleben, unterstützt von engagierten Schutzprogrammen und naturbewussten Menschen.
Wanderfalke
Der Wanderfalke gilt als das schnellste Tier der Welt und fasziniert durch seine spektakulären Jagdflüge. Einst vom Aussterben bedroht, erlebt er dank intensiver Schutzprogramme ein beeindruckendes Comeback – auch in Deutschlands Städten, wo Kirchtürme und Hochhäuser als moderne Felsen dienen.
Waldrapp
Der Waldrapp ist ein seltener Ibisvogel mit auffälligem Aussehen, geselligem Verhalten und einer spannenden Rückkehr nach Europa. Nach jahrhundertelangem Verschwinden wird er heute durch Projekte in Deutschland und Österreich erfolgreich wiederangesiedelt.
Kiebitz
Der Kiebitz gehört zu den auffälligsten Wiesenbrütern Europas. Mit seiner markanten Federhaube, dem metallisch schimmernden Gefieder und seinen spektakulären Balzflügen ist er ein echter Blickfang. Doch sein Lebensraum schwindet: Feuchtwiesen weichen Straßen, Äckern und Siedlungen. In Deutschland gilt der Kiebitz daher als stark gefährdet. Nur durch gezielten Schutz extensiver Flächen und Rücksichtnahme in der Landwirtschaft kann sein Bestand gesichert werden – damit auch künftige Generationen das typische „kiewit“ über Wiesen hören können.
Seeadler
Der Seeadler ist der größte Greifvogel Mitteleuropas – ein majestätischer Jäger, der einst fast ausgerottet war und nun eine beispiellose Rückkehr erlebt. Seine riesige Flügelspannweite, der markante Schnabel und das scharfe Auge machen ihn zu einem wahren König der Lüfte. Besonders im Nordosten Deutschlands ist der Seeadler wieder häufig zu beobachten – in Schutzgebieten, an Seen oder in Küstenregionen. Doch sein Schutz bleibt wichtig: Brutplätze brauchen Ruhe, Gewässer müssen sauber bleiben. Nur so bleibt uns dieser eindrucksvolle Vogel auch in Zukunft erhalten.
Dohle
Die Dohle ist ein faszinierender Stadtvogel – klug, gesellig und mit einem Blick, der sofort auffällt. Ihre hellen Augen und ihr neugieriges Wesen machen sie zu einem spannenden Beobachtungsobjekt. Obwohl sie zur Familie der Rabenvögel gehört, ist sie kleiner und oft verspielter als ihre Verwandten. In vielen Städten nistet sie in Kirchtürmen oder alten Gebäuden – meist unbemerkt. Doch wer genauer hinschaut, entdeckt in ihr einen schlauen Überlebenskünstler, der auch in menschlicher Umgebung bestens zurechtkommt.
Waldkauz
Der Waldkauz gehört zu den bekanntesten Eulen Europas. In Deutschland ist er weit verbreitet – von Wäldern über Friedhöfe bis hin zu städtischen Parks. Mit seinem markanten Ruf und seinen großen, dunklen Augen ist er ein faszinierender Nachtvogel, der sich geschickt an verschiedene Lebensräume anpassen kann. Trotz seines scheuen Wesens lässt er sich mit etwas Geduld beobachten – vor allem, wenn man ihm mit Nistkästen und naturbelassenen Flächen etwas Lebensraum schafft.
Nilgans
Die Nilgans ist längst kein seltener Gast mehr an deutschen Gewässern – sie hat sich als standfester und auffälliger Teil der Vogelwelt etabliert. Ursprünglich aus Afrika stammend, breitet sie sich seit Jahrzehnten in Europa aus. Mit ihrem bunten Gefieder, dem markanten Augenring und ihrem lauten Trompetenruf ist sie leicht zu erkennen. Doch sie ist nicht unumstritten: Ihr dominantes Verhalten kann andere Arten verdrängen. Trotzdem bietet die Nilgans eine faszinierende Möglichkeit, über Anpassung, Verbreitung und Verantwortung im Umgang mit Wildvögeln nachzudenken.
Gimpel
Der Gimpel, auch Dompfaff genannt, zählt zu den farbenprächtigsten, aber auch stillsten Gästen in deutschen Wäldern und Gärten. Mit seiner rosaroten Brust, seinem schwarzen Kopf und dem dicken, kräftigen Schnabel ist er leicht zu erkennen – wenn man ihn denn zu Gesicht bekommt. Denn Gimpel sind scheu und zurückhaltend. Trotzdem kannst du sie beobachten, wenn du deinen Garten naturnah gestaltest – mit Beerensträuchern, Hecken und ruhigen Ecken. Besonders im Winter tauchen sie an Futterstellen auf und zeigen dann ihre ganze Schönheit.









