Eule
Asio otus
Die Waldohreule lebt oft unbemerkt ganz in deiner Nähe – verborgen im dichten Geäst, während ihre orangefarbenen Augen die Umgebung im Blick behalten.
Foto: iStock/tariq sulemani
Begegnung mit der Waldohreule
Wenn du in der Dämmerung durch ruhige Feldgehölze, Parks oder Waldränder gehst, kannst du mit etwas Glück eine Waldohreule entdecken. Meist bemerkst du sie nicht sofort. Oft sitzt sie still im Geäst oder gleitet lautlos über offene Flächen. Gerade diese verborgene Art macht eine Begegnung mit ihr so besonders.
Steckbrief auf einen Blick
So erkennst du sie
Die Waldohreule erkennst du an ihrem schlanken Körper, den langen Federohren und den auffälligen orangefarbenen Augen. Im Sitzen wirkt sie sehr aufrecht. Ihr Gefieder ist braun und dunkel gestrichelt, wodurch sie im Geäst hervorragend getarnt ist.
- lange Federohren
- orangefarbene Augen
- schlanke, aufrechte Gestalt
- braun gestricheltes Tarngefieder
Nahrung
Die Waldohreule frisst vor allem Mäuse und andere kleine Säugetiere. Besonders wichtig sind Wühlmäuse. Gelegentlich erbeutet sie auch kleine Vögel oder große Insekten.
Lebensraum
Sie lebt in lichten Wäldern, Feldgehölzen, an Waldrändern, in Parks und strukturreichen Offenlandschaften. Wichtig sind ruhige Tagesruheplätze und offene Flächen zur Jagd.
Lebensweise
Die Waldohreule ist überwiegend nachtaktiv und jagt meist vom Ansitz oder im niedrigen Suchflug. Tagsüber ruht sie gut verborgen in Bäumen. Sie baut kein eigenes Nest, sondern nutzt häufig alte Krähennester.
Verbreitung
Die Waldohreule ist in großen Teilen Europas, Asiens und Nordafrikas verbreitet. In Deutschland ist sie weit verbreitet, aber wegen ihrer versteckten Lebensweise oft leichter zu hören als zu sehen.
Feinde
Zu ihren Feinden zählen vor allem größere Greifvögel und andere Eulen. Auch Störungen am Brutplatz und der Verlust geeigneter Lebensräume können problematisch sein.
Heimisch oder invasiv
In Deutschland ist die Waldohreule ein heimischer Brutvogel und keine invasive Art.
Interessante Fakten
- Die Waldohreule nutzt oft alte Krähennester statt selbst ein Nest zu bauen.
- Ihre auffälligen Federohren haben nichts mit dem Hören zu tun.
- Sie jagt besonders häufig Wühlmäuse.
- Ihr Flug ist sehr leise und an nächtliche Jagd angepasst.
- Am Tag sitzt sie oft reglos in Nadelbäumen.
- Im Winter können Waldohreulen an gemeinsamen Schlafplätzen ruhen.
- Ihre orangefarbenen Augen sind ein wichtiges Erkennungsmerkmal.
- Sie lebt oft näher am Menschen, als viele vermuten.
- Gewölle der Waldohreule verraten viel über ihre Nahrung.
- Man entdeckt sie oft erst, wenn man gezielt auf das Geäst achtet.
Häufig gestellte Fragen
Wo lebt die Waldohreule?
Was frisst die Waldohreule?
Ist die Waldohreule nachtaktiv?
Woran erkennt man die Waldohreule?
Baut die Waldohreule ihr eigenes Nest?
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